Beschluss im Stadtrat Essen: Umweltspur kommt

Die Politiker im Stadtrat haben die Umweltspur in der Innenstadt auf den Weg gebracht. Auf der Schützenbahn sollen zwischen Varnhorstkreisel und Gladbecker Straße bald fast nur noch Fahrräder und Busse fahren dürfen. Außerdem soll die Strecke mit einem geschützten Fahrradweg an den Hauptbahnhof angebunden werden.

Hier soll die Umweltspur in Essen entstehen.
© Patrick Opierzynski / Stadt Essen

Umweltspur ist Kompromiss: Viel Kritik im Stadtrat Essen

Vor allem die Grünen sind unzufrieden: Die Umweltspur für Busse und Radfahrer sei mal als Cityring rund um die Innenstadt geplant gewesen. Übrig geblieben sei dann lediglich ein "Umweltspürchen“ auf der Schützenbahn. Der FDP ist der Aufwand zu groß, sie hätte den Bau gerne noch gestoppt. Das Essener Bürger-Bündnis möchte lieber wieder mehr Autofahrer in die Innenstadt locken, die Luft sei besser geworden und den Geschäften und Gastronomen könne man so helfen. Auch die Linke befürchtet, dass das alles nicht viel bringt.

Am Ende stand trotzdem der Kompromiss: Die Bauarbeiten für die Umweltspur sollen schon im kommenden Monat starten, im Oktober soll alles fertig sein. Das Projekt ist Teil einer Einigung zwischen der Stadt und der Deutschen Umwelthilfe, die letztes Jahr die drohenden Diesel-Fahrverbote noch abgewendet hat.

Der Rat musste diesmal wegen Corona in der Messe Essen tagen. Die Politiker haben u.a. beschlossen, dass Gastwirte weniger Geld zahlen müssen. Außerdem ist der große Umbau des Grugabads beschlossen und die Ganztagsbetreuung wird weiter ausgebaut.

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