Erste Theater in Essen starten nach Corona-Zwangspause

Ab heute dürfen Theater in NRW wieder öffnen. In der Philharmonie im Südviertel werden ab Anfang Juni einige Konzerte stattfinden. Andere Essener Theater lassen sich deutlich mehr Zeit.

© Stadtbildstelle Essen

Philharmonie in Essen bereitet sich auf Zuschauer vor

In der Philharmonie am Stadtgarten im Südviertel geht es Anfang Juni mit den ersten Live-Konzerten wieder los. Zuerst ist ein Klavierkonzert geplant, dann spielen einige Musiker der Essener Philharmoniker. Es soll auch noch einige Familienkonzerte, ein Jazzkonzert und eine Ballettaufführung geben. Dafür wurde im großen Saal jede zweite Stuhlreihe ausgebaut. Zuschauer dürfen auch nur auf den gekennzeichneten Plätzen sitzen. Statt 1906 dürfen nur 344 Zuschauer in den Saal. Im Foyer sind die Wege für die Gäste genau aufgezeichnet. Die Konzert dauern auch alle nur etwas mehr als eine Stunde und haben keine Pause, so dass wahrscheinlich auch nur wenige Zuschauer auf die Toiletten gehen werden. Viele Musiker freuen sich, dass sie in dieser Spielzeit doch noch auftreten können und haben deshalb auch extra mehr Termine angeboten. Zum Beispiel der Stargeiger Daniel Hope, der gleich drei Konzerte geben wird.

Viele Theater in Essen machen erst nach der Sommerpause wieder auf

Die aktuellen Hygiene- und Abstandsbestimmungen sind für viele Theater praktisch nicht einzuhalten. Deshalb lassen sie ihre Häuser weiter geschlossen, obwohl sie laut Verordnung des Landes NRW wieder aufmachen könnten. Allein die Abstandsregeln zur Bühne und zwischen den Zuschauern sind in vielen Theatern nur schwer umzusetzen.

Das Grillo in der Innenstadt hat bei der Stadt ein Hygienekonzept eingereicht und wartet darauf, dass darüber entschieden wird. Dann könnten auch hier bald wieder Schauspieler auf der Bühne stehen.

Im Stratmanns am Kennedyplatz dürften die Zuschauer erst ab der 3. Reihe Platz nehmen, statt 300 Zuschauern wären nur 60 im Saal. Und auch die Bühne ist ein Problem, die ist nur 6,50 Meter breit und nach den aktuellen Bestimmungen muss ein Abstand von 6 Metern zwischen den Akteuren gewährleistet sein. Deshalb wird das Stratmanns erst Mitte August wieder aufmachen, so steht es aktuell auf der Homepage.

Auch das Theater im Rathaus beginnt erst wieder im September mit der neuen Spielzeit. Dann aber mit zahlreichen Stars wie Hugo Egon Balder, Jeanette Biedermann und vielen anderen. Das kleine Privattheater hat allen Zuschauern einen Brief geschrieben mit der Bitte die bereits gekauften Karten möglichst in neue für die nächsten Vorstellungen umzutauschen. So bleibt zumindest noch etwas Geld in der Kasse.

Das Theater Courage in Rüttenscheid überlegt gerade, wie sie in diesem Sommer doch noch spielen können. Das Theater hat einen kleinen Garten, da wäre Open Air Theater möglich. Eine Entscheidung dazu fällt in der kommenden Woche.

Auch an der Folkwang Universität der Künste in Werden finden immer viele Konzerte statt. Die Studierenden und ihre Lehrer stehen da auf der Bühne in der Alten Aula und spielen. Das ist im Moment aber auch nicht möglich. Die Toiletten dort sind sehr eng und klein und deshalb kann dort gerade kein Publikum in die Alte Aula.

Das Grend in Steele hat inzwischen den Biergarten wieder geöffnet. Dort gibt immer donnerstags ein Musiker ein kostenloses Konzert. Außerdem überlegen die Schauspieler vom Theater Freudenhaus, ob und wie sie im Sommer spielen können. Dann sitzen die Gäste im Biergarten und Schauspieler spielen aus dem Haus heraus.

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