Wegen Corona: Sinkende Kriminalität in Essen

In Zeiten von Corona gibt es in Essen offenbar weniger Straftaten. Die Polizei hat die aktuellen Zahlen von Anfang März bis Ende Juni mit denen vom letzten Jahr verglichen.

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In Essen gab es viel weniger Einbrüche

In Essen gab es im diesjährigen Zeitraum fast 30 Prozent weniger Anzeigen und Einbrüche in Wohnungen. Die Polizei glaubt, das liegt etwa daran, weil viele Menschen tagsüber und abends zu Hause waren. Zu den konkreten Zahlen: Im letzten Jahr wurde 253 mal eingebrochen - in diesem Jahr waren es 176 Einbrüche. Zwar nutzten einige Kriminelle auch das Thema Corona. Der vermeintliche Sohn einer Senioren aus Essen hatte 20.000 Euro wegen einer Corona-Erkrankung verlangt. Die Seniorin wurde aber misstrauisch und alarmierte ihren echten Sohn. Die Polizei konnte aber insgesamt weniger Straftaten im Zusammenhang mit älteren Menschen verzeichnen.

Häuser und Wohnungen in Essen besser gesichert

Für Täter wird es immer schwieriger in Häuser und Wohnungen einzubrechen, weil die inzwischen besser gesichert sind. Es gibt außerdem Experten der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle, die regelmäßig Beratungen zur technischen Sicherung von Wohnungen anbietet. Dass weniger Menschen auf den Straßen und in den Innenstädten unterwegs waren, ließ auch die Zahlen von Raubdelikten und Taschendiebstählen sinken. Bei den Raubdelikten sanken die Anzeigen in Essen um mehr als 6 Prozent - von 159 auf 149. Taschendiebstähle sanken sogar um 24 Prozent. In Essen wurden im letzten Jahr 278 Taschendiebstähle angezeigt. In diesem Jahr 210.

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