Pläne in Essen für Brachfläche
Veröffentlicht: Dienstag, 22.07.2025 15:32
In Essen sollen auf einem brach liegenden Feld neue Wohnungen entstehen. Was genau geplant ist, lest Ihr hier.

Planungen in Essen beinhalten auch entweder Kita oder Seniorenwohnheim
Bis zu 130 neue Wohnungen sollen in Essen-Karnap gebaut werden, zwischen der Arenbergstraße, Ruhrglasstraße und Hasebrinkstraße – am sogenannten Schlammfeld Hattramstraße. Das ist ein rund 9,8 Hektar großes, freies Feld, das mit Altlasten verunreinigt ist. Die müssen entfernt werden. Über den nördlichen Teil des Felds soll dann ein 15 Meter hohes Sicherungsbauwerk hinkommen, also quasi ein Deckel über die Altlasten. Darauf soll ein kleines Waldstück zur Erholung entstehen. Im südlichen Teil des Felds war früher ein Bolz- und Spielplatz. Bald könnten dort Einfamilienhäuser und Wohnungen gebaut werden, 30 Prozent davon öffentlich gefördert. Zusätzlich ist entweder eine Kita mit vier Gruppen oder ein Seniorenwohnheim geplant. Es gibt also zwei mögliche Pläne.
Altlasten auf dem Feld in Essen sind ungefährlich
Die Altlasten auf dem Schlammfeld Hattramstraße sind laut der Stadt Essen ungefährlich. Der durch Teeröl belastete Boden liege in rund vier Metern Tiefe. Die Bodenschicht sei rund 0,5 Meter dick. Es laufe seit Jahren ein Grundwassermonitoring. Diese Untersuchungen zeigen nur einen sehr geringen Schadstoffgehalt. Für Anwohner gibt es also keine Gefahr. Außerdem liege unter einer kaum belasteten Bodenschicht eine Schicht mit verschiedenen Schwermetallen. Damals wurde ermittelt, dass das keine Gefahr für Anwohner darstellt. Mit den neuen Planungen für die Brachfläche gab es zuletzt in 2024/25 neuere Untersuchungen. Weitere Prüfungen laufen.
Bürger in Essen können mitreden
Die Anwohnerinnen und Anwohner in Essen sollen bei den Plänen mitreden können. Deswegen gibt es eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung. Darüber hat der Stadtplanungsausschuss am 5. Juni entschieden. Die Planunterlagen liegen zwischen dem 30. Juni und dem 11. Juli im Stadtplanungsamt in der Lindenallee aus. Dort könnt Ihr sie euch von montags bis freitags von 8 bis 15 Uhr anschauen. Die Pläne werden dort außerdem erklärt, am Mittwoch, 2. Juli, von 9 bis 12 Uhr und am Dienstag, 8. Juli, von 15 bis 18 Uhr. Am Mittwoch, 9. Juli, um 19 Uhr findet in der evangelischen Kirche Karnap eine öffentliche Diskussion dazu statt. Hier könnt Ihr Stellungnahmen zu den Plänen abgeben.
Fachgutachten für Verkehrssituation in Essen wird erstellt
Nachdem die Pläne im Stadtplanungsamt auslagen, wird in einem nächsten Schritt ein Fachgutachten erstellt. Dabei werden verschiedene Verkehrsführungen geprüft. Im Herbst 2025 sollen dann weitere Fachbehörden mit ins Boot geholt werden. Im Frühjahr 2026 soll der Plan für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Er soll im Internet veröffentlicht werden und im Stadtplanungsamt ausgestellt werden. Bürgerinnen und Bürger können zu dem Plan Stellung nehmen. Diese werden von der Stadt ausgewertet. Danach soll der Bebauungsplan durch den Rat der Stadt wahrscheinlich Ende 2026 als Satzung beschlossen und bekannt gemacht werden.
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