Essen: Virologe Trilling klärt über Masken-Fake-News auf

Prof. Dr. Mirko Trilling von der Uniklinik Essen hat bei Radio Essen viele Fragen beantwortet. Er räumt mit vielen Annahmen auf, die gerade als Fake-News durch Facebook & Co. geistern.

Ein kranker Mann fühlt sich schlecht – er trägt eine Atemschutzmaske gegen Infektionen.
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Masken-Fake-News: Virologe aus Essen schafft Klarheit

Auf Facebook, WhatsApp & Co. haben uns seit Bekanntmachung der anstehenden Maskenpflicht in NRW viele Fragen und Sorgen erreicht. Im Experten-Talk bei Radio Essen hat der Virologe Mirko Trilling von der Uniklinik Essen sie beantwortet. Er räumt mit drei häufigen Fake-News auf.

1. Behindern Mund-Nasen-Schutze die Sauerstoffversorgung?

Die herkömmlichen Mund-Nasen-Schutze sind aus luftdurchlässigem Stoff, sodass genug Sauerstoff durchkommen sollte. Auf luftdurchlässigen Stoff sollte man auch achten, wenn man sich einen Mundschutz selbst näht. Menschen mit Lungenproblemen sollten mit ihrem Arzt abklären, ob sie einen Mundschutz tragen können. Unter Umständen könnte das für bestimmte Menschen nicht empfehlenswert sein. Die Stadt sollte beim Erstellen der Verordnung zur Mundschutzpflicht darauf achten, dass solche Menschen berücksichtigt werden.

2. Können sich unter den Mund-Nasen-Schutzen gefährliche Keime bilden?

Nein, denn Keime bilden sich nicht einfach so. Dennoch sollte man Masken nicht wochenlang tragen und sie auswechseln. Mehrfach verwendbare Masken sollte man regelmäßig waschen, idealerweise sogar wärmer als bei 70 Grad. Virologen wie Mirko Trilling gehen davon aus, dass das Coronavirus ab 60 Grad abstirbt.

Tipp: Maske bei 70 Grad in den Backofen für 30 Minuten

Diese Grafik wird gerade oft bei Facebook geteilt (Fake-News-Kennzeichnung durch Radio Essen)© Radio Essen
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3. Besteht die Gefahr, dass Kinder durch die Mund-Nasen-Schutze sterben?

Auch für Kinder gilt: Durch die herkömmlichen Mundschutze kommt genug Luft, wenn ein luftdurchlässiger Stoff verwendet wurde. Auch an der Seite sollte genug Luft durchkommen. Selbst wenn Kinder Atemnot bekämen, sollten Eltern das bemerken. In der Regel atmen sie dann schneller.

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