Das Radio Essen-Frühschicht-Praktikum - Moderatoren in Eurem Job

Ihr braucht auf der Arbeit helfende Hände? Euer Job in Essen soll bekannter werden? Radio Essen packt mit an und will Euren Beruf kennenlernen! Dafür kommen unsere Moderatoren Larissa und Joshi aus der Frühschicht als Praktikanten vorbei.

© Radio Essen

Die Frühschicht von Radio Essen schnuppert in Euren Job

Joshua Windelschmidt und Larissa Schmitz aus der Radio Essen-Frühschicht wollen bei Euch mit anpacken. Ihr hört täglich Ausschnitte aus ihrem Job als Moderatoren - jetzt wollen die beiden etwas von Eurem Beruf kennenlernen. Egal ob auf der Verkaufsfläche, in der Werkstatt, im Büro, als Gärtner, auf der Baustelle, in der Praxis oder, oder - überall, wo sie ein paar Stunden die Praktikanten-Nase reinstecken können, wollen sie was entdecken. Außerdem möchten die beiden etwas über Eure Arbeit lernen. Was macht Euch Spaß daran? Was braucht der Job? Aber auch: Was sind vielleicht Probleme oder Herausforderungen?

Das Frühschicht-Praktikum wird mit Ausschnitten bei Radio Essen zu hören sein und hier sowie auf den Social Media-Kanälen begleitet. Ab Mitte April geht es los. Wenn die beiden auch mal für einen Tag Praktikantin oder Praktikant in Eurem Job werden sollen, bewerbt Euch hier.

Das Radio Essen-Frühschicht-Praktikum: Joshis Nachtschicht bei den Stadtwerken

Für Joshua Windelschmidt stand das nächste Frühschichtpraktikum an – dieses Mal allerdings mitten in der Nacht. Während der Großteil der Stadt schon längst im Feierabend oder sogar auf dem Weg ins Bett war, hat er sich auf den Weg zu den Essener Stadtwerken gemacht, um der Frage nachzugehen: Was machen die Mitarbeitenden der Stadt Essen, wenn die meisten Menschen schlafen?

Die Stadtwerke Essen versorgen die Stadt Essen mit Trinkwasser, Strom und Erdgas. Und sie sind verantwortlich dafür, dass unser Abwasser richtig entsorgt wird. Dafür sind die jeden Tag im Jahr rund um die Uhr im Einsatz. Die Mitarbeiter kontrollieren regelmäßig, ob alle Wasserleitungen in Essen dicht sind und kein Wasser verloren geht. Das Herz der Technik ist in Stoppenberg. Im Technischen Informationszentrum (TIZ) in Stoppenberg laufen alle Anrufe ein. Wenn jemand zum Beispiel ein Gasgeruch in seinem Keller meldet, fahren Mitarbeiter der Stadt raus und prüfen vor Ort was passiert ist. Unter Essen verlaufen knapp 2000 Kilometer Wasserleitungen. Die meisten Leitungen sind Kunststoffleitung zwischen 0,50 und 1,60m im Durchmesser. Nachts sind in der Regel sechs Mitarbeiter im Einsatz. Zwei besetzen die Telefonzentrale und die anderen vier sind in der Stadt unterwegs.

Joshis Nachtschicht startet um 22:30 Uhr in Stoppenberg. Mitarbeiter Olli erwartet ihn bereits. Zuerst gibt es eine kleine Einweisung und einen Plan für die Nacht. Geplant ist eine Kontrollfahrt nach Werden. Joshi soll überprüfen, ob eine wichtige Wasserleitung zwischen Werden und Kettwig dicht ist. Gut, dass es in der Nacht nur leicht nieselt. Wetterbedingungen spielen eine große Rolle für diese Kontrollen. Es darf nicht zu kalt und nicht zu warm sein, da das Ergebnis verfälscht werden könnte. Angekommen am Einsatzort drehen Olli und Joshi die Wasserleitung ab und „schieben“ ein Messgerät im Auto "dazwischen". Dafür wird die Wasserleitung an einer Stelle unterbrochen, über einen Schlauch durch ein Messgerät geschickt und an anderer Stelle wieder in den Boden gelassen. Mithilfe des Messgerätes kann der Druck geprüft werden und undichte Stellen gefunden werden. Wenn das der Fall ist, können diese ausgetauscht werden. Ob Joshi einen Wasserrohrbruch findet, hört Ihr im Beitrag.

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Joshua bei den Stadtwerken

Das Radio Essen-Frühschicht-Praktikum: Larissa in der Fleischerei

Für Larissa Schmitz ging es im nächsten Radio Essen-Frühschicht Praktikum in die Fleischerei Schmidt in Kray. Nach einer kurzen Begrüßung hieß es auch schon: Overall anziehen! Der schützt nicht nur den roten Radio Essen-Pullover, sondern soll auch verhindern, dass Dreck von der Straße in die Produktion kommt. Auch die Haare mussten unter einem Haarnetz verschwinden. Und dann ging es auch schon los.

An der Decke war eine große Schiene angebracht, über die neue Anlieferungen in die Produktion geschoben werden konnten. Teile von einem geschlachtetem Rind hingen an großen Haken von der Decke. Doch zuerst musste Larissa in die Produktion. Da wurde die Füllung für verschiedene Würstchen vorbereitet - beim sogenannten "kuttern". Das Fleisch wurde mit Gewürzen verfeinert und anschließend mit großen Messern klein gemacht. Die Füllung musste dann noch durch eine Maschine in die Hülle gepresst werden. Da musste Larissa viel Muskelkraft beweisen. Die Fleischwurst war dann schnell fertig.

Die Masse in einen Naturdarm zu drücken und drehen, war doch etwas schwieriger. Da war sehr viel Fingerspitzengefühl gefragt. Ein paar Mal brauchte Larissa dann doch Hilfe. Aber ein Highlight der Produktion folgte schnell: Der Räucherofen hat auf einmal seine Tür geöffnet. Ein leckerer Knoblauch-Geruch hat sich breit gemacht. Beim Probieren erzähle Julia Schmidt grinsend, dass die Fleischwurst ganz frisch aus dem Ofen am besten schmeckt. Sie ist Fleischermeisterin und die Betriebsleiterin in der vierten Generation. Schon als Kind war die frische Fleischwurst auf dem Schulhof heiß beliebt.

Dann hieß es: Kettenhemd und Schutzhandschuhe an! Das angelieferte Fleisch musste richtig zerlegt werden. Auf Larissa wartete ein halbes Schwein. Mit guter Anleitung und viel Geduld, konnte Larissa das Schwein so zerteilen, dass das Schweinefilet, das Nackensteak und der Bauchspeck vom Knochen getrennt wurden. Die Profis schaffen das in fünf bis sechs Minuten, so schnell ging es für unsere Moderatorin natürlich nicht.

Die Butcheria hat insgesamt neun Standorte in Essen. Julia ist sehr stolz auf das Familiengeschäft, aber weiß, dass Fleisch ein Luxus-Lebensmittel ist. "Wir sollten dankbar sein, dass wir uns heute überlegen können, ob wir Fleisch essen wollen oder nicht", sagt die Chefin. Aber für sie ist es wichtig, dass es dann Fleisch in guter Qualität ist. Larissa hat auf jeden Fall viel über das Handwerk und über Fleisch an sich bei ihrem Praktikum gelernt!

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Larissa hinter den Kulissen einer Apotheke in der Radio Essen-Frühschicht

Larissa Schmitz durfte beim Radio Essen Frühschicht Praktikum in die Apotheke. Annika Ewald, Inhaberin der Kaiser-Wilhelm-Apotheke in Altenessen, hat Larissa mit ihrem Team herzlich begrüßt. Und dann ging es auch sofort los: als Erstes musste die Medikamentenlieferung einsortiert werden. Tatsächlich haben viele Apotheken keine typischen Arzneischränke mehr, sondern die Arbeit wird von einem Roboter übernommen. Um die 80 Medikamente hat Larissa innerhalb einer halben Stunde in die Maschine eingescannt. Das ging ganz schön schnell! Aber es musste auch sofort weitergehen. Im Labor durfte Larissa bei der Überprüfung eines Stoffes helfen. Dann hieß es aber konzentrieren: ein Gel für einen Patienten musste angerührt werden. Mit sehr viel Fingerspitzengefühl wog Larissa die Basisstoffe für ein Morphium-Gel ab. Ungeübte Finger brauchen dafür natürlich länger. Das Wichtige war aber: lieber langsam, dann aber sicher. Das war genauso spannend wie damals im Chemielabor in der Schule!

Das Problem vieler Apotheken ist, dass sie zu wenig Geld verdienen. Die Politik mache es Apothekerinnen und Apothekern sehr schwer. So verdienen sie zum Beispiel kein Geld an Rezepten, sondern zahlen teilweise sogar noch drauf. Auch die Bürokratie mache den alltäglichen Ablauf nicht einfacher. Annika sagt, dass es schwierig sei, neue Auszubildende zu finden und so Nachwuchs zu finden. Der Job sei außerdem durch erschwerte Lieferbedingungen nicht einfach. Man müsse improvisieren, um allen Patientinnen und Patienten gerecht zu werden. Annika möchte, dass die Politik den Beruf wieder attraktiver macht, um eine Medikamentenversorgung versichern zu können. "Ich würde ja nicht tauschen wollen, um Gottes Willen", sagt Annika dazu, ob sie ihren Job mag. Es sei ein sehr schöner Beruf. Auch das kann Larissa bestätigen! Der Tag in der Apotheke war sehr vielseitig.

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Larissa in der Apotheke

Das Radio Essen-Frühschicht Praktikum mit Joshua Windelschmidt beim Landwirt

Beim Radio Essen Frühschicht Praktikum geht es für Joshua Windelschmidt auf den Acker: bei Matthias Ott, der die POTT Gärten in Essen-Stadtwald vermietet. Matthias und Nicole Ott arbeiten auch gemeinsam auf den Feldern. Das Landwirt-Paar pflanzt selbst an und verkauft dann die Ernte: vor allem Blumen, und auch Gemüse. Joshis erste Aufgabe ist dann auch direkt Chrysanthemen einpflanzen.

Um die Blumen einzupflanzen muss Joshua mit Nicole auf eine Maschine steigen, die hinter einem Trecker angebracht ist - den Trecker fährt Matthias. Joshua und Nicole stecken die kleinen Pflanzen in kleine Schalen aus Metall, die in einer Kette in den Boden führen. Das Gerät bewegt die Pflanzen in den Schalen auf und ab, dabei werden die Pflanzen in den Boden gedrückt. Drei Parzellen fährt Matthias mit dem Trecker ab, während Joshi und Nicole hinten auf dem Gerät per Hand die kleinen Pflänzchen in die Metallschalen stecken. Nach den Runden sind die Chrysanthemen dann in den drei Bahnen nebeneinander angeordnet. Insgesamt 1.500 Chrysanthemen haben Joshi und Nicole eingepflanzt!

So war es es beim Landwirt auf dem Acker

Dann geht es darum, ein riesiges Netz von einem Feld zu heben. Zuerst müssen die Sandsäcke runter, dann heben Joshi und Mathias das riesige Netz Stück für Stück runter und legen es zur Seite. Darunter ist jede Menge Gemüse, das bis dato mit dem Netz vor Vögeln geschützt wurde. Schon gut gewachsen und bald erntebereit sind etwa Spinat, Mangold und Salat. Dazwischen muss das Unkraut gezupft werden - je früher man damit anfängt, desto weniger Stress gibt es später damit, so Landwirt Matthias Ott.

Dann geht es an das Highlight des Tages: Trecker fahren! Joshi darf einmal eine Runde um den Block drehen - oft muss Landwirt Mathias aber tatsächlich kilometerlange Strecken in die umliegenden Städte auf dem Trecker hinter sich bringen - mit 40 kmh. Die Lenkung ist viel einfacher als gedacht, sagt Joshi. Aber es ist schon nicht einfach, mit dem großen Trecker zu rangieren - vor allem rückwärts!

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Larissa taucht im Frühschicht-Praktikum in die Welt eines Tauchshops

Radio Essen-Frühschicht-Moderatorin Larissa Schmitz hatte die Möglichkeit, in einem Tauchshop auszuhelfen. Alexander Lamers, der Leiter des Ladens in Heisingen und an dem Tag Larissas Chef, hat ihr alle Bereiche gezeigt. Er betreibt den Laden seit über 30 Jahren und ist selbst leidenschaftlicher Taucher. Larissa hatte viel Spaß dabei, richtig mit anzupacken. Nach einem kurzen Kennlerngespräch haben die beiden direkt mit der wohl wichtigsten Aufgabe angefangen - die Pressluftflaschen mit Sauerstoff zu befüllen.

Im Anschluss durfte die Praktikantin noch an die Werkbank. Larissa hat dort die Batterie am Sender für eine Tauchcomputer gewechselt. Das ist wichtig, denn dieser Sender zeigt dem Taucher an, wie viel Sauerstoff noch in seiner Flasche ist. Danach hat Larissa eine Bestellung, einen Lungenautomat, zusammengebaut. Dieser ist das Herzstück für jede Tauchausrüstung. Er verbindet alle wichtigen Ventile und Schläuche miteinander. Durch das Mundstück bekommen die Taucher dann unter Wasser Luft.

Nach einem kurzen Probetragen von Taucherflossen und einer modernen Schnorchelbrille hat der Chef Larissa noch das Computersystem gezeigt und ihr erklärt, wie man einen neuen Auftrag anlegt. Am Ende war Alex sehr zufrieden mit Larissas Leistung - nur ihren Bizeps müsste sie noch ein wenig trainieren, um die Ventile der Pressluftflaschen besser aufschrauben zu können.

Frühschicht-Praktikum Larissa Tauchshop

Wie kann sich ein spezieller kleiner Laden in Essen halten, der nur Taucherausrüstung verkauft? Dafür gibt es keine wirkliche Laufkundschaft. Die hat auch Alex Lamers in Heisingen kaum. Manche Tage ist er komplett alleine im Laden und es passiert nichts, dann gibt es wieder Tage, wo viel Kundschaft kommt. Die ist aber oft aus der entsprechenden Taucher-Community.

Alex Lamers verkauft deshalb aber nicht nur Neoprenanzüge, Taucherbrillen und Schwimmflossen, sondern gibt auch Kurse in der angeschlossenen Tauchschule. Dazu hat er Hilfe von vier Tauchlehrern. Anfängerkurse finden zum Beispiel im Nord-Ost-Bad in Schonnbeck statt, später geht es dann raus in Seen. Dafür geht es aber eher nach Wesel in den Auesee. Der Baldeneysee eignet sich eher weniger, weil darin die Sicht nicht gut ist. Das mache keinen Spaß zu tauchen, sagt Lamers.

Außerdem repariert er viel Ausrüstung und befüllt und wartet Tauchflaschen für die Kurse und für Kunden. Darüber hinaus arbeitet er seit einiger Zeit mit einem großen Onlineshop zusammen, um auch viele Bestellungen unterzubringen. Verkauf und Reparatur nehmen also jeweils die Hälfte der Arbeit im Tauchshop ein.

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Joshua beim Radio Essen-Frühschicht-Praktikum in der Kfz-Werkstatt

Für Radio Essen-Moderator Joshua Windelschmidt steht beim Frühschicht-Praktikum etwas ganz besonderes an: Joshi hilft in einer Kfz-Werkstatt aus - und repariert sein eigenes Auto! Die Kfz-Werkstatt Kallidat ist in Holsterhausen und im Westviertel, dort arbeiten mehrere Kfz-Mechaniker.

Zuerst heißt es: Bestandsaufnahme von Joshis Auto. Das Schloss der Heckklappe ist kaputt - das wird zuerst repariert. Da durfte Joshua erst einmal nur zugucken, Kfz-Mechaniker Florian hat ein bisschen geschraubt und gerüttelt - und dann war das Heckklappenschloss repariert! Danach hat Joshi eine neue Kennzeichenbefestigung bekommen. Da durfte Joshi dann selbst ran, die alte Kennzeichenbefestigung abschrauben und eine neue draufschrauben.

So war es in der Kfz-Werkstatt

Dann geht es an die schwierige Reparatur: Joshis Blinker. Der funktioniert nicht mehr richtig. Kfz-Mechaniker Florian schraubt die Beleuchtung ab und zeigt Joshi, wie sie aufgebaut ist - und dass jetzt ein Kabel ausgetauscht werden muss. Das machen die beiden auch gemeinsam, und - Joshis Licht geht danach wieder richtig! Ein erfolgreicher Tag für den Frühschicht-Moderator bisher.

Die letzte Disziplin ist dann, einen Reifen zu wechseln. Dazu geht es ins Reifenlager - 10 bis 20 Kilogramm wiegt so ein Reifen - den rollt Joshi lieber von A nach B. Beim Reifenwechsel darf Joshi dann auch selbst ran - und das macht sogar richtig Spaß. Zum Abschluss gibt es noch ein Gespräch mit Jens Kallidat, dem Chef der Werkstatt. Das Ergebnis: Joshi hat sich gut gemacht und Aufgaben von einem vollwertigen Praktikanten übernommen!

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Radio Essen-Moderatoren bei der Feuerwehr: Larissa und Joshi gemeinsam beim Praktikum

Wenn man fünfjährige Kinder fragt, wo sie arbeiten möchten, wenn sie groß sind, dann ist die Antwort oft "Bei der Feuerwehr"! Ein Beruf, bei dem starke und mutige Männer und Frauen auf Leitern mit einem großen Schlauch Feuer löschen und Menschen aus ihren brennenden Häusern retten. Die Feuerwehr löscht aber nicht nur Brände, sondern hat viele verschiedene Einsatzbereiche. Sie rettet Tiere, macht Krankentransporte und bekämpft Gefahren. Das können zum Beispiel Bäume sein, die nach einem heftigen Unwetter quer auf der Straße liegen. Das alles sollten Larissa und Joshi bei ihrem zweiten gemeinsamen Praktikum selber erleben.

Radio Essen-Moderatorin Larissa Schmitz gibt beim Praktikum bei der Feuerwehr Essen alles.© Anne Schweizer/ Radio Essen
Radio Essen-Moderatorin Larissa Schmitz gibt beim Praktikum bei der Feuerwehr Essen alles.
© Anne Schweizer/ Radio Essen

Unsere Frühschichtmoderatoren haben einige Stationen kennengelernt. Los ging es mit dem Einkleiden, denn wer bei der Feuerwehr arbeitet, muss gut geschützt sein. Neben der normalen Tagesdienstkleidung gibt es die Schutzkleidung für den Einsatz. Sie wiegt ungefähr 25 Kilo - also mal eben ein Drittel des eigenen Körpergewichts. Nach dem Umziehen haben die zwei bei einer Übung ein nicht ganz echt brennendes Auto gelöscht. Danach mussten sie eine Person aus einem Auto retten. Joshi durfte mit der Hydraulik-Schere eine Autotür durchtrennen. Larissa hat sich bei der Brandschutzübung einen Traum erfüllt. Sie wollte schon immer mal mit dem Feuerwehrschlauch Wasser spritzen. Natürlich sind die beiden mutig die Feuerwehrstange heruntergerutscht, die sicherer ist als die normale Treppe - und außerdem viel schneller. Von da aus ging es zum Rettungsdienst. Wie beatmet man Personen? Und welche technische Hilfe gibt es da mittlerweile?

Auf dem Indoor-Feuerwehr-Übungsgelände ist es heiß und eng. Unser Radio Essen-Moderator Joshua Windelschmidt nimmt die Herausforderung mit Humor.© Anne Schweizer/ Radio Essen
Auf dem Indoor-Feuerwehr-Übungsgelände ist es heiß und eng. Unser Radio Essen-Moderator Joshua Windelschmidt nimmt die Herausforderung mit Humor.
© Anne Schweizer/ Radio Essen

Obwohl besonders Larissa am liebsten sicheren Boden unter den Füßen hat, ging es für beide mit der Drehleiter 30 Meter hoch hinaus. Von oben gab es einen tollen Ausblick. Am Ende musste sich unser Frühschichtteam in der Brandschule beim Feuerwehr-Parcours beweisen. Es ging mit voller Montur und Sauerstoffflasche eine Endlosleiter hoch (okay, nach 10 Metern war Schluss ;-)) und kriechend und kletternd durch den Hindernisparcours. Am Ende war die Feuerwehr zufrieden mit der Leistung. Larissa und Joshi haben sich gut geschlagen und Joshi hat sogar ein Angebot zur 18-monatigen Ausbildung zum Brandanwärter bekommen.

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Radio Essen-Moderatoren im Getränkemarkt: Larissa und Joshi gemeinsam beim Praktikum

Beim ersten gemeinsamen Praktikum von Larissa und Joshi geht es an die Bierkästen. Allerdings erstmal an die Leeren. Beim Trinkgut Kronen in Horst starten die beiden an der Pfandannahme. Gar nicht so einfach offenbar. Wie viel Pfand hat ein leerer Kasten? Wie viel Pfand eine Bierflasche? Wo ist der Unterschied zwischen Einweg- und PET-Flaschen? Mit all diesen Fragen beschäftigt sich Larissa, schließlich scheitert Joshi schon bei den einfachsten Kopfrechen-Aufgaben. Nach einer Weile geht es aber schnell. Joshi sagt den leeren 12er-Wasserkasten an, Larissa tippt 3,30 Euro Pfand in die Kasse. Erste Kritik gibt es an Joshis Geschwindigkeit.

Also geht es an die nächste Station. Ware einräumen steht an. 500 verschiedene Sorten Bier und 2.500 Sorten alkoholfreie Getränke gibt es im Markt. Joshi startet aber erstmal mit einer Palette. Die elektrische "Meise" zum Transport und rein in den Markt. Gar nicht so einfach, bei vielen engen Gängen und einkaufenden Kunden. Larissa hingegen hat Gefallen am Dirigieren gefunden. Nachdem Joshi auch hier zu langsam war, gibt es eine kleine Lehrstunde im Gabelstapler-Fahren. Danach zeigt Larissa noch ihre Fähigkeiten an der Kasse und dann war es das schon. Das Fazit? Beide können gerne anfangen.

Praktikum im Trinkgut

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Yoga in Essen: Larissa als Lehrerin

Namasté! Dass Radio Essen-Frühschicht Moderatorin Larissa Schmitz ihre Stimme einsetzen kann, beweist sie jeden Morgen ab 6 Uhr. Aber kann sie das auch außerhalb des Studios, unter ganz anderen Voraussetzungen? Das hat sie im Praktikum bei Yoga-Lehrerin Eileen auf die Probe gestellt. Auch die kennt schon beide Seiten, schließlich wurde sie zuletzt bei Radio Essen zu Essens bester Stimme gekürt. Sie bringt Larissa im Praktikum als Yoga-Lehrerin "Nadi Shodhana" bei. Eine Atemübung. Beim Üben tut sich Larissa vor allem mit der tieferen Stimmlage noch etwas schwer. Dann geht es mit dem Fahrrad nach Rüttenscheid in die Villa Rü. Komplett aus der Puste ist noch keine Entspannung angesagt. In kürzester Zeit muss der kurz zuvor freigewordene Raum ausgestattet werden. Lampen, Musik, Kerzen, Tee und Kekse sorgen für die richtige Yoga-Stimmung. Und dann ist Larissa auch schon gefragt, die 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmer entspannt durch die Atemübung zu führen.

Larissa als Yoga-Lehrerin

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Radio Essen Frühschicht-Praktikum mit Larissa Schmitz im Paketshop

Radio Essen-Frühschicht Moderatorin Larissa Schmitz taucht in den Alltag in einem Paketshop in Bredeney (Casa Cartonia) ein. Der Laden gehört Tamara Puhlmann – seit vor einigen Jahren ein Paketshop in Werden zugemacht hat, hat sie in Bredeney den Laden übernommen. Ihre Kundinnen und Kunden kommen aus den umliegenden Stadtteilen: z.B. aus Werden, Bredeney, Fischlaken.

Bei ihrem Praktikum wurde Larissa zuerst in die Sortierung der Pakete eingeführt: Lauter Pakete stehen in den Regalen, alphabetisch sortiert. Neue Pakete müssen dann auch erst einmal beschriftet werden – und eingelagert. Zwischendurch kommen Paketboten und bringen noch mehr Pakete. Ein ewiger Kreislauf.

So war es in der Paketstation

Die Pakete müssen dann von der Annahmestelle nach hinten getragen werden – und einige sind richtig schwer. Chefin Tamara sagt: So viele Muskeln wie jetzt, hatte sie noch nie! Dann heißt es wieder: Pakete beschriften und einsortieren. Dabei hilft auch eine spezielle App, mit der die Pakete gescannt werden.

Dann darf Larissa auch die Kunden betreuen: Am Schalter heißt es Pakete annehmen, ins Lager bringen, Abholscheine entgegennehmen und Pakete aus dem Lager holen. Larissa findet: Es ist ein anstrengender Job. Das Schöne ist aber, wenn man es schafft, die Pakete wie bei Tetris so einzusortieren, dass es genau passt! 

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DRK Essen: Joshua im Rettungsdienst

Das Deutsche rote Kreuz hilft Menschen in extremen Notsituationen. Wer stürzt und sich verletzt wählt den Notruf und landet in einer Notruf Zentrale. Die Zentrale des DRK sitzt in Essen in der Hachestraße. Doch wie ist es wenn ein Notruf reinkommt? Worauf muss sich ein Notfallsanitäter vorbereiten? Und was erwartet einen am Unfallort? Joshua testet den Job in seinem Frühschicht Praktikum.

Beim deutschen roten Kreuz wird er von Paul und Nina empfangen. Nina ist Rettungshelfer, Paul ist Rettungssanitäter. Die beiden erzählen, dass der Job sehr abwechslungsreich - jeder Tag ist anders. In der Ausbildung belegt man Seminare und bekommt ein Taschengeld. Ausgebildet arbeitet man dann im Schichtdienst.

Joshua beim DRK - Das Frühschichtpraktik

Joshi beim DRK in Essen: Frühschicht-Moderator in Alarmbereitschaft

Bei Schichtbeginn muss man das Auto auf Vollständigkeit checken. Wenn ein Anruf beim Hausnotruf in der Zentrale ankommt, wird zuerst geklärt was passiert ist. Manchmal ist es nur ein Fehlalarm oder die Person ist versehentlich auf den Knopf gekommen. Wenn sie gestürzt ist oder anders Hilfe braucht wird ein Wagen losgeschickt. Vor Ort überprüfen die Rettungshelfer immer zuerst den Zustand des Patienten. Wie geht es ihm? Braucht er Schmerzmittel? Es ist ein Job der viel Empathie erfordert. Rettungshelfer sollten Blut sehen können und auf Extremsituationen vorbereitet sein. Paul und Nina erklären, dass sie sich durch die Einsatzkleidung geschützt fühlen.

"Wenn man die Arbeitskleidung ablegt, ist man wieder ganz privat. Und wenn uns ein Einsatz besonders beschäftigt, dann reden wir mit den Kollegen darüber, um das Erlebte zu verarbeiten." Paul und Nina.

Was Joshua an seinem Praktikumstag erlebt und wie er sich bei seinem ersten Einsatz fühlt, hört Ihr im Beitrag.

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Bäcker Peter in Essen: Joshua in der Backstube

Um 1:45 Uhr beginnt der erste Praktikumstag für Joshua. So früh starten nicht viele Berufe - es geht zu Bäcker Peter, in die Backstube in Altenessen. Aber gut, wer für das Frühstück von ganz vielen Essenern sorgen will, der muss nun mal früh raus. Schon beim Geruch wird klar, es könnte schlimmer sein. Wobei die ersten Startschwierigkeiten schnell kommen. Schon das Anziehen der Schürze bereitet Schwierigkeiten. Dann geht es aber los, erstmal mit einer kleinen Kostprobe. Es gibt frische, warme Berliner. Etwas ganz seltenes und auch für Joshua purer Genuss. Jeden Tag muss die sogenannte "Qualitätskontrolle" gemacht werden, sagt Bäcker und Produktionsleiter Michael. Er ist seit 35 Jahren Bäcker, inzwischen "Chef der Nacht" und "Mädchen für alles". Zunächst schickt er Joshua an die Erdbeeren. Das Grünzeug muss abgeschnitten werden. Zum warmwerden kein Problem.

Bäcker Peter in Essen: Joshua unter Stress

Danach wird es schon anspruchsvoller. Es geht ans Brötchen belegen. Dabei wird es hektisch. "Die haben nur ein Zeitfenster von knappen dreieinhalb Stunden um circa 4.000 Brötchen zu belegen", erklärt Michael. Und das sieht man auch. Während Joshua ein Brötchen mit zwei Scheiben Käse belegt, schaffen die anderen drei Mal so viele. Immer wieder wird das Tablet mit den Brötchen weggezogen, weil der nächste in der Reihe durch Joshis Stau nichts mehr zutun hatte. Viel Stress und Hektik, damit wir Sonntags ganz entspannt ins Brötchen beißen können. Bis auf die Hektik und ein paar "technischen" Schwierigkeiten hat Joshua aber auch diese Aufgabe gemeistert. Anders läuft es bei der letzten Station.

Am "Tisch" werden die Brote "aufgemacht". Die Champions League des Backens. Das Brot muss mit einer speziellen Technik geknetet werden, damit es richtig aufgeht. Die Maschine, die den Teig portioniert und nachliefert, stoppt dabei nicht. Joshua verzweifelt komplett. Wie sich das anhört, vor allem wenn Bäcker Thomas ihn richtig rannimmt, könnt Ihr Euch am besten selbst anhören

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