Kommunalwahl 2025 in Essen: Wer darf wählen und wer darf gewählt werden?

In Essen leben fast 600.000 Menschen, aber nicht alle dürfen bei der Kommunalwahl im September wählen. Wir erklären Euch, wer wählen darf und wer nicht – und warum.

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So unterscheidet sich die Kommunalwahl von der Bundestagswahl in Essen!

Im Unterschied zur Bundestagswahl im Februar gelten bei der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen besondere Regeln. Wahlberechtigt sind nicht nur deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, sondern auch Menschen aus den übrigen 26 EU-Mitgliedstaaten. Voraussetzung ist, dass sie am Wahltag mindestens 16 Jahre alt sind, seit mindestens dem 16. Tag vor der Wahl im jeweiligen Wahlgebiet – also in unserem Fall in Essen – wohnen oder sich dort gewöhnlich aufhalten und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind.

Wer darf bei der Kommunalwahl in Essen wählen?

In ganz Nordrhein-Westfalen sind rund 13 Millionen Menschen zur Kommunalwahl am 14. September 2025 wahlberechtigt. In Essen leben knapp 600.000 Menschen – 432.295 von ihnen dürfen an der Kommunalwahl sowie an der Wahl zum Ruhrparlament teilnehmen. Darunter sind etwa 209.000 Männer und 223.000 Frauen. Die Gruppe der potenziell Wahlberechtigten in Essen setzt sich wie folgt zusammen:

Rund 352.000 Menschen besitzen ausschließlich die deutsche Staatsangehörigkeit. Etwa 52.000 Personen haben neben der deutschen noch eine weitere nichtdeutsche Staatsangehörigkeit – sie sind also sogenannte Doppelstaatlerinnen und Doppelstaatler. Rund 28.000 Personen besitzen ausschließlich eine Staatsangehörigkeit eines anderen EU-Mitgliedsstaates.

Außerdem steht in Essen auch die Wahl des Integrationsrats an. An dieser dürfen 156.160 Menschen teilnehmen. Welche Voraussetzungen für die Teilnahme gelten, haben wir Euch hier zusammengefasst.

Wer darf in Essen nicht bei der Kommunalwahl wählen?

In Essen dürfen an der Kommunalwahl im September zwar knapp 432.000 Menschen wählen – rund 165.000 Menschen dürfen an diesem Tag aber keinen Wahlzettel ausfüllen. Und das hat drei verschiedene Gründe:

Etwa 74.000 Menschen in Essen sind jünger als 16 Jahre und dürfen deshalb noch nicht wählen – obwohl sie die deutsche oder eine EU-Staatsangehörigkeit besitzen. Weitere rund 75.500 Essenerinnen und Essener sind zwar alt genug, besitzen aber keine Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedsstaates – auch sie sind damit von der Wahl ausgeschlossen. Und etwa 15.500 Menschen erfüllen gleich beide Voraussetzungen nicht: Sie sind unter 16 Jahre alt und besitzen keine EU-Staatsbürgerschaft.

Diese insgesamt rund 165.000 Personen gehören also nicht zum wahlberechtigten Teil der Essener Bevölkerung – obwohl sie in der Stadt leben.

© Radio Essen
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Wer darf bei der Kommunalwahl in Essen gewählt werden?

Bei der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen – und damit auch hier bei uns in Essen – kann jede Person gewählt werden, die selbst wahlberechtigt ist. Zusätzlich muss sie am Wahltag mindestens 18 Jahre alt sein und seit mindestens drei Monaten in Essen wohnen oder sich hier gewöhnlich aufhalten. Wer mehrere Wohnungen hat, muss seine Hauptwohnung in Essen haben. Nicht gewählt werden darf, wer durch ein Gerichtsurteil in Deutschland das Recht verloren hat, gewählt zu werden oder ein öffentliches Amt zu übernehmen.

Diese Voraussetzungen gelten sowohl für die Kommunalwahl als auch für die Wahl des Ruhrparlaments und des Integrationsrats.

So viele haben bei der Kommunalwahl 2020 in Essen mitgewählt

Bei der letzten Kommunalwahl im Jahr 2020 waren in Essen 446.384 Menschen wahlberechtigt. An der Wahl des Oberbürgermeisters beteiligten sich rund 214.548 Essenerinnen und Essener – das entspricht einer Wahlbeteiligung von 48,06 Prozent. Die Ergebnisse haben wir Euch hier zusammengefasst.

Bei der Wahl des Stadtrats lag die Beteiligung sogar etwas höher: 214.839 Menschen, also 48,13 Prozent, gaben hier ihre Stimme ab. Eine ähnliche Beteiligung gab es auch bei der Wahl der Bezirksvertretungen mit 214.682 Stimmen (48,09 Prozent) sowie bei der Wahl des Ruhrparlaments mit 214.012 Wählerinnen und Wählern (47,91 Prozent).

Deutlich niedriger war die Beteiligung bei der Integrationsratswahl im Jahr 2020: Von den insgesamt 128.748 Wahlberechtigten nahmen nur 15.735 Menschen teil – das entspricht einer Wahlbeteiligung von lediglich 12,22 Prozent.

Radio Essen berichtet rund um die Kommunalwahl 2025

Radio Essen wird euch umfassend über die diesjährige Kommunalwahl informieren. Wir sprechen mit Erstwählerinnen und Erstwählern sowie mit anderen Wählenden aus allen Bezirken und stellen Euch alle Oberbürgermeisterkandidatinnen und Oberbürgermeisterkandidaten vor. Alle wichtigen Infos findet Ihr rechtzeitig auf radioessen.de.

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