Dritte Runde für Weltraumexperiment von Studenten aus Essen

Erst fliegt das Experiment in einem Fallturm in Bremen in die Tiefe, dann schwebt es auf der ISS im Weltall und jetzt geht es mit einem Ballon 30 Kilometer in die Höhe. Die Physikstudenten aus Essen wollen mit Kügelchen in einer Box herausfinden, ob aus einzelnen Teilchen irgendwann Planeten entstehen. Wichtig dabei sind Schwerelosigkeit und komische Strahlung.

Plan vom Weltraumexperiment der Essener Studenten zur Entstehung von Planeten.
© Uni Duisburg-Essen

Dritte Testphase soll Ergebnisse von Weltraumexperiment klären

Die dritte Testphase soll endgültig Klarheit bringen. Die Ergebnisse von den Experimenten auf der ISS haben die Theorie der Studenten bestätigt. Die Kügelchen hatten sich in der Schwerelosigkeit elektrisch aufgeladen. Das hat den Studenten bestätigt, dass aus einzelnen Teilchen Planeten entstehen können. Über 700 Videos haben sie dafür ausgewertet. In einem früheren ersten Experiment ist die Box mit den Kugeln einen Fallturm in Bremen hinunter gefallen. Dabei hat sich nicht viel getan, weil die Schwerelosigkeit nicht wirklich simuliert werden konnte. Um ganz sicher zu gehen, gibt es einen dritten Test mit einem Ballon.

Wie wirkt kosmische Strahlung auf die Entstehung der Planeten?

Jetzt müssen die Studenten noch klären, welchen Einfluss kosmische Strahlung hat. Dazu haben sie das Experiment an einen Ballon gehängt und 30 Kilometer aufsteigen lassen. Auf der ISS ist die Strahlung hundertmal größer als auf der Erde. Deshalb soll die Ballonfahrt zeigen, wie sich die Strahlung so hoch oben, aber dennoch unterhalb des Weltalls ausswirkt. Dazu sind die Studenten extra auf einer Raketenbasis in Schweden. Solche Ballonexperimente werden nur zweimal im Jahr gefördert durchgeführt. Das zeigt, welchen Wert das Weltraumexperiment auf Essen hat. Der Ballon kam nach wenigen Stunden schon wieder runter. Jetzt werden die Ergebnisse ausgewertet.

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