
Traumberufe in Essen - vom Kindheitstraum zur Tierpflegerin in Essen
Lucie Bleidick wusste schon als Kind, dass sie später mal etwas mit Tieren machen möchte. Heute ist sie Tierpflegerin im Tierheim Essen. Im Radio Essen-Interview erzählt sie, warum ihr der Job auch nach fast 30 Jahren noch Spaß macht. Das Interview ist Teil unserer Serie zu "Traumberufen in Essen", also Jobs, die wir oft als Kinder werden wollen und manch einer bleibt an diesem Traum dran.
Veröffentlicht: Dienstag, 06.01.2026 04:59
Lucie: „Ich konnte mir gar nichts anderes vorstellen.“
Bellen, Krähen, Miauen, Zischen – Im Albert-Schweizer Tierheim in Essen ist immer einiges los und Lucie Bleidick ist mittendrin. Als Tierpflegerin kümmert sie sich um die vielen Hunde, Hühner, Katzen, Kaninchen, Vögel, Kleintiere und Reptilien.
„Ich konnte mir gar nichts anderes vorstellen,“ verrät Lucie Bleidick im Radio Essen Interview, „Wir sind zuhause in der Familie immer eng mit Tieren verbunden gewesen, haben immer Haustiere gehabt. Das war mein Hobby und mein Hobby habe ich zum Beruf gemacht. Ich mache das bis heute sehr gerne – ich habe mit 17 meine Lehre gemacht, bin jetzt 44 und habe nichts bereut.“
Doch Tierpflegerin sein bedeutet nicht nur, Tiere zu füttern und zu streicheln, sondern heißt auch viel Pflege und Teamarbeit. Meist kommen Tiere ins Tierheim, weil sie aus schlechten Verhältnissen gerettet wurden, ihren Besitzern zur Last geworden sind oder einfach kein Zuhause haben – damit umzugehen ist nicht immer leicht.
„Man darf sich nicht ärgern, denn wenn man daran so viel Energie verschwendet, dann fehlt die in der täglichen Arbeit mit dem Tier, erklärt Lucie, „das, was mich glücklich macht ist, dass ich weiß, die Umstände, die vorher da waren, vielleicht nicht so gut waren und hier ist dann das erste Mal seit langem bei vielen Tieren wieder eine gute Versorgung gegeben.“
Auch der Austausch und die Unterstützung der Arbeitskollegen hilft. Im Tierschutz erlebt man manchmal Dinge, die man nicht so leicht weckstecken kann, erzählt Lucie. Gute Kolleginnen und Kollegen zu haben, mit denen man sprechen und Dinge aufarbeiten kann sind daher sehr wichtig.
Lucie: „Ich weiß, dass ich etwas Gutes gemacht habe“
Trotz trauriger Tier-Schicksale und Wochenenddiensten bereut es Lucie nicht, heute ihren Kindheits-Traumberuf zu haben.
„Ich komme jeden Tag von der Arbeit nach Hause und weiß, dass ich etwas Gutes gemacht habe und dass ich so arbeite, dass sich niemand an meiner Leistung bereichert, außer ein Tier,“ sagt Lucie.
Besonders freut es sie, wenn eines ihrer Tierheim-Tiere ein neues Zuhause findet. Wenn sich jemand für ein Tier entscheidet, dass schon etwas älter ist, eine gesundheitliche Beeinträchtigung hat, oder den vorherigen Besitzern einfach nur etwas zu wild und stürmisch war – das ist toll zu sehen, sagt Lucie.
Allen, die auch Tierpfleger oder Tierpflegerin werden möchten empfiehlt Lucie ein Praktikum zu machen. So lernt man den Tierheimalltag und auch die Schattenseiten gut kennen und kann dann entscheiden, ob man das schafft. Denn dann geht’s für die Ausbildung auch in die Berufsschule. Auch müsse man sich auf Wochenenddienste und arbeiten an Feiertagen einstellen. Trotzdem: Lucie könnte sich keinen besseren Beruf vorstellen.
Mehr Traumberufe in Essen
Wir bekommen Einblicke in verschiedene "Traumberufe in Essen", also Jobs, die wir oft als Kinder werden wollen und manch einer bleibt an diesem Traum dran. Radio Essen hat mit Menschen gesprochen, die ihren Kindheitstraum verwirklicht haben und sie zeigen, wie diese Berufe aussehen. Hier bekommt Ihr nach und nach den Überblick zur Serie:
>>> Traumberufe in Essen - vom Kindheitstraum zum Polizisten
>>> Traumberufe in Essen - vom Kindheitstraum zur Tierpflegerin in Essen
>>> Traumberufe in Essen - vom Kindheitstraum zur Feuerwehr
>>> Traumberufe in Essen - vom Kindheitstraum zum Chirurg
>>> Traumjobs in Essen - Arbeiten mit einer Rettungshundestaffel







