
Traumjobs in Essen - Arbeiten mit einer Rettungshundestaffel
Was, wenn ein Mensch plötzlich unauffindbar ist? Dann können Rettungshunde helfen. Die Rettungshundestaffel Ruhrgebiet wird gerufen, wenn jemand im Ruhrgebiet vermisst wird. Radio Essen war bei einem Training dabei. Der Einblick ist Teil unserer Serie zu "Traumjobs in Essen", also Jobs oder Ehrenämter, die wir oft als Kinder werden wollen und manch einer bleibt an diesem Traum dran.
Veröffentlicht: Freitag, 09.01.2026 05:17
Hündin Karla nimmt Witterung auf
Wenn sie ihre blau-gelbe Kenndecke trägt, weiß Karla: Gleich wird es ernst. Die fünfjährige Labradorhündin ist Rettungshund und muss zwei versteckte Personen finden. Sie trainiert für den Ernstfall: eingestürzte Gebäude, verwinkelte Stollen, große Waldgebiete – überall dort können Menschen verschwinden und müssen gefunden werden. Hundeführer Eric Giemsa lässt Karla von der Leine und mit dem Kommando „such und hilf“ stürzt sie auf eine Lagerhalle auf dem Trainingsgelände in Gelsenkirchen zu. Jeder lebende Mensch riecht auf eine bestimmte Art und Weise gleich, diesen Geruch findet Karla, indem sie ihren Kopf ständig in die Luft reckt und die Witterung aufnimmt. Schnell nimmt sie die Fährte auf und findet die erste Person, versteckt in einem Schrank. Dann heißt es: bellen. So weiß Eric Giemsa, dass Karla jemanden entdeckt hat und auch, wo sich die Person befindet, denn Karla bellt so lange, bis Eric am Fundort angekommen ist. Auch die zweite Person wird von Karla schnell hinter gestapelten Paletten gefunden. Nach einigen Leckerlies wird ihr die Kenndecke wieder abgenommen – so weiß Karla, dass sie jetzt „Freizeit“ hat und niemanden mehr suchen muss.
Das muss ein Rettungshund können
Karla ist eine von 19 Rettungshunden der Rettungshundestaffel Ruhrgebiet e.V. Sie werden von Polizei und Feuerwehr alarmiert, wenn Menschen im Ruhrgebiet – auch hier in Essen - vermisst werden. Das kann mal ein verwirrter Senior sein, der aus dem Altenheim verschwunden ist, es können aber auch unter Trümmern verschüttete Menschen nach einem Gebäudeeinsturz sein. Die Rettungshunde und Hundeführer sind jederzeit einsatzbereit – und das ehrenamtlich. Dafür müssen Mensch und Hund mindestens zwei Jahre ausgebildet werden. Hunde wie Karla müssen lernen, Menschen aufzuspüren und anzuzeigen, wenn sie jemanden gefunden haben. Hundeführer müssen lernen, die Körpersprache ihrer Tiere zu lesen, erste Hilfe zu leisten und mit dem Spieltrieb des Hundes zu arbeiten. Denn: Der Hund muss Spaß an der Suche haben, um dabei zu bleiben – Belohnungen sind deswegen sehr wichtig. Zusätzlich müssen Hund und Hundeführer alle zwei Jahre in einer Prüfung ihre Einsatzfähigkeit unter Beweis stellen.
Auch für Essen ehrenamtliche Lebensretter
Die Rettungshundestaffel Ruhrgebiet e.V. arbeitet ehrenamtlich und ist auf Spenden angewiesen. Aktuell spart der Verein auf ein richtiges Einsatzfahrzeug.
„Uns werden keinerlei Kosten erstattet – nicht für Einsätze, für Training oder für Ausrüstung“, erklärter der 1. Vorsitzende Jörg Küper, „deswegen sind wir auf Spenden angewiesen.“
Auch Trainingsgelände werden immer wieder gesucht, damit die Hunde auch in neuen Umgebungen trainieren können. Unterstützen könnt Ihr die Rettungshundestaffel Ruhrgebiet e.V. hier.
Weitere Traumberufe in Essen
Wir bekommen Einblicke in verschiedene "Traumberufe in Essen", also Jobs, die wir oft als Kinder werden wollen und manch einer bleibt an diesem Traum dran. Radio Essen hat mit Menschen gesprochen, die ihren Kindheitstraum verwirklicht haben und sie zeigen, wie diese Berufe aussehen. Hier bekommt Ihr nach und nach den Überblick zur Serie:
>>> Traumberufe in Essen - vom Kindheitstraum zum Polizisten
>>> Traumberufe in Essen - vom Kindheitstraum zur Tierpflegerin in Essen
>>> Traumberufe in Essen - vom Kindheitstraum zur Feuerwehr
>>> Traumberufe in Essen - vom Kindheitstraum zum Chirurg
>>> Traumjobs in Essen - Arbeiten mit einer Rettungshundestaffel





