Schulen in Essen öffnen nach Corona-Zwangspause teilweise wieder

62 Schulen in Essen werden ab Donnerstag (23. April) teilweise wieder öffnen. Vorerst dürfen aber nur die Abschlussklassen zurück in den Unterricht.

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Schule in Essen: Schüler teilweise wieder im Unterricht

Nach fünf Wochen Heim-Unterricht geht für einige Schüler ab heute wieder der Unterricht in der Schule los - allerdings völlig anders. Viele Schulen haben reichlich Desinfektionsmittel besorgt und Plakate aufgehängt mit dem Appell an alle, sich regelmäßig die Hände zu waschen und zu desinfizieren. Einige Schulen, darunter die Wolfskuhle in Steele, das Don Bosco Gymnasium in Borbeck oder das Mariengymnasium in Werden, haben ein Einbahnstraßen-System entwickelt. Überall in den Schul-Gebäuden hängen dafür Schilder und Pfeile. Auf diese Weise kann der Mindestabstand eingehalten werden.

Mariengymnasium Essen-Werden
© Radio Essen
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Gesamtschule Essen-Bockmühle mit Maskenpflicht

200 Schüler sind aber morgen wieder im Unterricht in der Gesamtschule Bockmühle in Altendorf. Dort gilt eine Maskenpflicht. Die meisten Schulen verzichten vorerst auf eine Pflicht, sprechen aber eine Empfehlung an Lehrer und Schüler aus. Oberbürgermeister Thomas Kufen hatte zu Masken in der Schule ebenfalls Stellung bezogen. Das Don-Bosco-Gymnasium in Borbeck "erwartet", dass Schüler und Lehrer zumindest bei Begegnungen auf dem Schulgelände eine Maske tragen. Laut der Stadt entscheidet jede Schule selbst, ob sie eine Maskenpflicht einführt oder wie sie sonst die Hygiene- und Abstandsregeln umsetzen will.

Hygiene-Regeln teilweise schwierig umzusetzen

Die neue Situation ist sowohl für Schüler, als auch für Lehrer völlig ungewohnt: Vom Don-Bosco-Gymnasium in Borbeck heißt es gegenüber Radio Essen, dass einige Lehrer nicht zum Unterricht kommen werden, weil sie zur Risikogruppe gehören. In der Schule dort wurden die Lehrerzimmer demnach entzerrt, Schulräume, die genutzt werden, klar definiert, damit sie richtig gereinigt werden. Trotzdem sei es schwierig sämtliche Hygiene-Regeln entsprechend umzusetzen. Viele Lehrer haben außerdem "Bauchschmerzen" bei dem Gedanken, dass ihre Schüler unter solchen Umständen in den Unterricht kommen müssen und Prüfungen schreiben, heißt es auf Radio Essen-Nachfrage.

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