Nach Hochwasser in Essen: Zusammenhalt der Nachbarschaft riesig

Nach dem Hochwasser laufen in Essen die Aufräumarbeiten auf Hochtouren. Dabei wachsen viele Nachbarschaften eng zusammen, hat unser Radio Essen Stadtreporter beobachtet. Für viele Essener eine bewegende Erfahrung.

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© Radio Essen / Kostas Mitsalis

Essen: Teile von Kettwig tagelang ohne Strom

In den südlichen Stadtteilen von Essen laufen nach dem Hochwasser die Aufräumarbeiten auf Hochtouren: In Kupferdreh wurde der versunkene LKW geborgen, in Heisingen wird das "Fährhaus Rote Mühle" wieder aufgebaut und am Deilbachhammer werden die Schäden am Museum begutachtet und behoben. Aber auch in Kettwig hat das Hochwasser Schäden angerichtet: Keller sind vollgelaufen, Wohnungen standen unter Wasser und der Strom war tagelang weg - entweder durch das Hochwasser ausgefallen oder aus Sicherheitsgründen gekappt. Drei Tage waren die Kettwigerinnen und Kettwiger ohne Strom.

© Radio Essen

Zusammenhalt in Essen bei Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser

In Kettwig vor Ort war unser Radio Essen Stadterporter Kostas Mitsalis. Er berichtet unter anderem von großen Schutthaufen vor den Häusern: Es häufen sich nasse Möbel, zerstörte Türen und Gegenstände, die durch das Hochwasser unbrauchbar geworden sind. Besonders beeindruckt ist er aber vom Zusammenhalt der Nachbarschaft: Die Entsorgungsbetriebe Essen entsorgen den (Sperr-)Müll im Eiltempo, Bauern, Bauunternehmen und Privatleute unterstützen sie dabei.

In der vom Hochwasser betroffenen Nachbarschaft helfen sich die Menschen gegenseitig aus. "Vorher haben wir uns kaum gegrüßt, jetzt hat uns ein Nachbar zur Grillwurst eingeladen", erzählt eine Anwohnerin. Man helfe sich hier jetzt gegenseitig, wo es nur geht.

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An den Straßen in Kettwig sammelt sich Schrott und Schutt.© Radio Essen / Kostas Mitsalis
An den Straßen in Kettwig sammelt sich Schrott und Schutt.
© Radio Essen / Kostas Mitsalis

In Essen erschweren Gaffer, Schaulustige und Plündereien die Aufräumarbeiten

Drei Tage waren die Menschen in Kettwig ohne Strom. Viele sind dann ins Freibad gegangen, um zu duschen und saßen abends bei Kerzenschein in ihren Häusern. Ihre Wohnungen verlassen wollten viele nicht, weil Gaffer um die Häuser ziehen und "Schrottis" nach Brauchbarem suchen und teilweise in Müllsäcken wühlen. Wenn Ihr den von der Flut betroffenen Menschen helfen wollt, findet Ihr hier die Hilfsaktionen aus und für Essen, auch die Aktion Lichtblicke nimmt große und kleine Geldspenden entgegen.

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