Deilbachhammer in Essen: Verheerende Verwüstung nach dem Hochwasser

Die historischen Häuser rund um den Deilbachhammer wurden durch das Hochwasser des Deilbachs in Kupferdreh stark verwüstet. Die Verantwortlichen sind sehr schwer getroffen. Wie sie in die Zukunft blicken.

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© Radio Essen / Kostas Mitsalis

Hochwasser: Folgen für Museum in Essen-Kupferdreh

Das Hochwasser am Deilbach hat das Tal mit den historischen Häusern komplett überschwemmt. Die Gebäude sind alle stark betroffen und einige sind noch im Umbau, andere waren schon fast fertig. Die Verantwortlichen wollen den Standort aber trotzdem wieder aufbauen und reden gerade mit der Stadt, vielen Handwerkern und Helfern, was wie gemacht werden kann. Zuerst müssen in den nächsten zwei Wochen der Schlamm und das Gerümpel aus den Gebäuden rausgeholt werden. Alle an die Schippe, ist hier gerade der Aufruf.

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Nach Hochwasser: Tonnenschwere Holzbalken sind einfach weg

Im Hammergebäude stand das Wasser bis unter das Dach und die drei neuen jeweils 1,8 Tonnen schweren Hammersäulen sind verschwunden. Sie lagen vor dem Gebäude und sollten in den nächsten Tagen eingesetzt werden, damit später die Kupferhämmer wieder funktionieren. Das Wasser hat die riesigen Balken mitgerissen und bisher hat sie auch niemand wieder gefunden. Das ist ein sehr schwerer Schlag für den historischen Verein, weil es lange gedauert hat bis die neuen Säulen fertig waren. Die alten waren morsch und mussten rausgenommen werden, das war bereits eine sehr schwierige Aufgabe.

Hochwasser-Schäden am Deilbachhammer

Schwerer Schlag für Deilbachhammer

Das Meisterhaus daneben wird gerade restauriert und deshalb waren alle Wände aus dem Fachwerkhaus rausgenommen worden. Es stand nur noch das Gerippe des Hauses. Das Wasser ist einfach durch das Gebäude durch geflossen und hat viele Balken mitgerissen. Einige der wertvollen Eichenholzbalken haben Mitarbeiter der Bahn auf den Schienen der S6 eingesammelt und zurückgebracht. Jetzt muss ein Statiker sich das Haus erst einmal ansehen und feststellen, ob es überhaupt noch hält und die Zimmerleute weiter arbeiten können. Deren Überseecontainer wurde ebenfalls weggespült und liegt jetzt einige Meter weiter unten am Deilbach und muss ebenfalls erst einmal geborgen und zurück gebracht werden.

Nach dem Hochwasser: Aufräumen n Essen

Sie waren fast fertig, jetzt noch mal von vorn

Die beiden Arbeiterhäuser sollten Ende Juli fertig werden. Der Umbau hat Jahre gedauert und die Häuser waren bis auf wenige Arbeiten fertig. Zum Glück sind alle Fenster und Türen heil geblieben, sagt der zweite Vorsitzende des historischen Vereins Klaus Kaiser. Die Häuser sind vor allem nass und müssen erst einmal trocknen, bevor man sagen kann, was alles neu gemacht werden muss. Aber zuerst muss alles sauber gemacht werden, dann wissen wir mehr, sagt er weiter.

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