16. RUHR CSD in Essen

Letztes Wochenende (9. - 10. August) war der RUHR CSD bei uns in Essen. Die Veranstalter des "Christopher Street Day" lud zu einer großen Parade vom Willy-Brandt-Platz bis zum Kennedyplatz ein. Mehr als 10.000 Besucher feierten und demonstrierten friedlich.

Regenbogenfahne beim Ruhr CSD 2019
© Radio Essen

Das Motto in diesem Jahr: "50 Jahre Stonewall - be proud, stay free!"

Der RUHR CSD stand dieses Jahr unter dem Motto "50 Jahre Stonewall", einem Vorfall in den Straßen von New York City. Die Ereignisse stellen für viele in der Bewegung einen Wendepunkt dar. Damals hatten sich Schwule und Lesben zum ersten Mal offensiv gegen Polizeigewalt gewehrt. Damit stand der CSD auch bei uns ganz im Zeichen des Kampfes gegen Gewalt an Schwulen und Lesben, Trans- und Bi-Menschen. Hier bei uns in Essen begann der CSD am Freitag, 09. August mit der traditionellen Karaoke-Bühne auf dem Kennedyplatz. Um 18 Uhr fand in der Marktkirche ein ökumenischer Gottesdienst statt. In diesem Jahr ist zum ersten Mal der römisch-katholische Priester Gerd Wittka dabei, gemeinsam mit der evangelischen Pfarrerin Anne Simon und dem Priester Christian Rütten feierten sie den Gottesdienst. Am Samstag (10.08.) zogen rund mehrere tausend Schwule, Lesben, Transsexuelle und viele Freunde und Jugendliche vom Willy-Brandt-Platz zum Kennedyplatz. Die Glück-Auf-Parade wurde von einem Spielmannszug ehemaliger Bergleute angeführt und mit einer 25 Meter langen Regenbogenfahne begleitet.

Eine 25 Meter Regenbogenfahne beim Ruhr CSD
Die Regenbogenfahne ist Symbol des Christopher Street Day© Radio Essen
Die Regenbogenfahne ist Symbol des Christopher Street Day
© Radio Essen

Musik und Talk beim RUHR CSD

Auf der Bühne auf dem Kennedyplatz stand unter anderem Devin Reger, Tim Berlingen, Janine Marx und Angelica Glitzer. Die Veranstaltung dort dauerte bis 23 Uhr. Danach wurde im "Delta" an der Frohnhauser Straße weiter gefeiert. Die Veranstalter wollten aber auch auf die noch immer bestehenden Probleme im Alltag aufmerksam machen und darüber diskutieren. Nicht immer fühlen sich Schwule und Lesben willkommen und sie sind nach wie vor auch Angriffen ausgesetzt. Außerdem gab es eine Schweigeminute mit hunderten Luftballons für Opfer, die an HIV und AIDS gestorben sind. Beim RUHR CSD wurde in diesem Jahr auch wieder der Blütenfest-Award für den Einsatz für queere Themen in Essen vergeben. Er geht in diesem Jahr an den F.E.L.S.-Sprecher Thomas Stempel.

Mehr als 10.000 Menschen feierten am Wochenende

Samstagmittag (10.08) versammelten sich tausende Teilnehmer und Besuche auf dem Willy-Brandt-Platz in der Innenstadt. Gegen 13 Uhr startete die traditionelle Parade in Richtung Kennedyplatz. Mit dabei waren Tanzgruppen und ein Spielmannszug von Bergleuten. Ein Highlight war auch die 25 Meter lange Regenbogenfahne, die von mehreren Teilnehmern getragen wurde. Ganz vorne mit dabei: Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen.


Unser Stadtreporter war mitten drin

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