Essen bekommt Kita-Platz-Mangel nicht in den Griff

In Essen fehlen weiter Kita-Plätze. Auch ab dem Sommer werden wieder knapp 2100 Eltern keinen Betreuungsplatz für ihr Kind bekommen. Die Stadt will die Zahl der Kita-Plätze aber weiter erhöhen.

© Anne Schweizer/ Radio Essen

Immer noch nicht ausreichend Kita-Plätze für Essener

Für Eltern ist es in Essen nach wie vor schwierig einen Kita-Platz zu bekommen. Auch ab August, wenn das nächste Kita-Jahr anfängt, werden wieder zu wenig Plätze zur Verfügung stehen. Insgesamt fehlen immer noch laut Berechnungen der Stadt 2093 Betreuungsplätze für U3 und Ü3 zusammen. Im Laufe des Kita-Jahres sollen 1293 neue Plätze dazu kommen. Es werden weitere Gruppen erweitert und neue Kitas gebaut und eröffnet. Insgesamt bietet die Stadt Essen im kommenden Kita-Jahr 23176 Plätze für U3 und Ü3 Kinder in Kitas und der Kindertagespflege an.

Kita-Ausbau in Essen: Immer wieder Rückschläge

In Essen werden im Moment sogar 4 Kitas geschlossen. In Heidhausen zum Beispiel soll am gleichen Standort eine größere Kita entstehen, deshalb macht die alter erst mal zu. In Vogelheim kann die geplante Kita gar nicht eröffnet werden, weil die vorgesehenen Räume dafür ungeeignet sind. In Bredeney stehen die geplanten Räume nicht mehr zur Verfügung. Die Liste mit Problemen, die die Stadt den Politiker:innen im Jugendhilfeausschuss vorlegt, ist lang.

Löcher werden mit Not- und Spielgruppen gestopft

Damit die Stadt die größten Probleme der Eltern lösen kann, hat der KiTa Zweckverband schon seit längerem Notgruppen eingerichtet. Die bleiben und werden an verschiedenen Standorten auch weiter ausgebaut. So bekommen Eltern doch noch eine Betreuungsmöglichkeit. Damit Kinder sich auf die Schule vorbereitet und soziales Miteinander lernen können, gibt es außerdem Spielgruppen. Hier können Kinder bis zu 15 Stunden in der Woche gemeinsam lernen und spielen. In den Kindertagespflegen allerdings sind teilweise noch Plätze frei. Das liegt zum Teil daran, dass Eltern ihre Elternzeit wegen der Corona-Pandemie verlängert haben und ihren Platz nicht brauchten. Die Stadt geht davon aus, dass im kommenden Kita-Jahr 250 Plätze in der Kindertagespflege dazu kommen.

Eltern wollen immer mehr Angebote für ihre Kinder

Viele Eltern arbeiten mittlerweile Vollzeit und brauchen deshalb mehr Stunden, in denen ihre Kinder betreut werden. So bringen knapp 60% der Eltern ihre Kinder 45 Stunden in der Kita unter. Das bedeutet, dass die Stadt und alle anderen Kita-Träger auch mehr Personal brauchen.

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