Corona in Essen: Uniklinik erforscht Südafrika-Variante

Die Uniklinik Essen forscht an der Corona-Variante aus Südafrika. Die Klinik hat sie bisher bei drei Menschen in Essen nachgewiesen.

Laboruntersuchungen auf das Vorhandensein von Coronavirus COVID-19. Bluttest im Krankenhaus. Medizinische Ausrüstung.
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Südafrika-Variante in Essen selten

B.1.351. Das ist die offizielle Bezeichnung für die Corona-Variante, die zuerst in Südafrika nachgewiesen wurde. Sie gilt - ähnlich wie die Variante aus Großbritannien - als deutlich ansteckender als das bisherige Virus. In Essen scheint die Variante bisher kaum verbreitet zu sein. Die Uniklinik in Holsterhausen hat sie bisher nur bei drei Mitgliedern einer Familie nachgewiesen. Von ihnen wurden Abstriche genommen. Diese werden an der Uniklinik nun in einem Hochsicherheitslabor genau untersucht.

Uniklinik Essen untersucht Corona-Mutation

Die Virolog:innen testen, ob bestimmte Wirkstoffe auch gegen diese Variante helfen. An der Uniklinik wird das unter anderem mit Pflanzenextrakten untersucht, zum Beispiel Salbeitee. Diese Tests laufen schon länger mit anderen Virus-Proben. Jetzt wird auch die Probe mit der Südafrika-Variante mit einbezogen. Außerdem wird auch getestet, ob die Antikörper im Blut von Genesenen oder Geimpften das Wirken der Virus-Variante verhindern.

AHA-Regeln helfen gegen Corona-Variante

Unabhängig von diesen Forschungen betonen die Virolog:innen der Uniklinik: Die bisher bekannten Impfstoffe helfen auch bei der Variante aus Südafrika gegen schwere und tödliche Verläufe. Und gegen die Ansteckung helfen auch hier das Tragen von Masken, Abstand halten und Husten und Niesen in die Armbeuge. Die Variante verzeiht dabei nur noch weniger Fehler, als das bisherige Virus.


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