Auf der Ruhr in Essen ist es wieder grün geworden

Auf dem Baldeneysee in Bredeney und am Stauseebogen in Heisingen ist die Wasserpflanze Elodea bis an die Oberfläche gewachsen. Deshalb bildet sich an diesen Stellen auch meist ein Teppich aus grünen Algen. Diese Algenteppiche sind für Spaziergänger weithin sichtbar.

Elodea im Baldeneysee
© Thomas Kessel

Der Ruhrverband setzt wieder das Mähboot "Nimmersatt" ein

Seit zwei Wochen fährt das Mähboot des Ruhrverbandes vor allem auf der Ruhr in Heisingen wieder. Seit Montag ist das Boot auch auf dem Baldeneysee am Regattatturm unterwegs. Die Wasserpflanze Elodea behindert immer wieder die Wassersportler auf dem See und an der Ruhr. Die Segler kommen dann zum Beispiel mit ihren Booten nicht mehr vom Steg weg und können nicht segeln. Direkt an den Stegen kann der Ruhrverband aber nicht mähen, weil dort das Wasser zu flach ist. Deshalb müssen die Vereine den Pflanzenteppich dort selbst beseitigen. Auch für Ruderer und Kanuten kann die Pflanze gefährlich werden, davor warnt immer wieder der DLRG. In der Schlingpflanze können sich Menschen verheddern und Panik im Wasser bekommen.

In diesem Jahr kommt das Mähboot erst spät zum Einsatz

Im letzten Jahr war schon im Frühsommer viel grün auf dem Baldeneysee zu sehen. Damals war die Wasserpflanze in der Wärme sehr schnell bis unter die Wasseroberfläche gewachsen. In diesem Jahr gab es im Winter und im Frühjahr drei Hochwasserereignisse. Bei Hochwasser nimmt die Strömung in der Ruhr stark zu, reißt die kleinen Pflanzen aus dem Seeboden und schwemmt sie fort. Deshalb gab es bisher kaum Elodeapflanzen im See. Jetzt im August sind dann aber doch einige Pflanzen wieder hochgeschossen. Oberhalb der Schlingpflanze bilden sich immer wieder Algen, die deutlich sichtbar sind.

Die Wasserpflanze ist ein gutes Zeichen für die Wasserqualität

Die Elodea ist eine Wasserpflanze, die nur dann wächst, wenn das Wasser relativ klar ist und die Sonne bis auf den Grund scheint. Das ist nach vielen Jahren in der Ruhr der Fall. Deshalb ist die Pflanze ein Zeichen für relativ klares Wasser. Allerdings ist die Pflanze hier bei uns nicht heimisch und breitet sich sehr aggressiv aus. Inzwischen hat der Ruhrverband aber eine andere Pflanzenart getestet, die Armleuchteralge. Die wurde bereits auf einem kleinen Stück Seeboden ausgepflanzt und hat dort auch überlebt. Diese Pflanzenart wächst nicht so hoch wie die Elodea und behindert nicht die Wassersportler. Der Ruhrverband will in den nächsten Monaten weiter testen, ob diese Armleuchteralgen eine gute Konkurrenzpflanze für die Elodea ist. Bis jetzt sind die Ergebnisse positiv.

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