
Wo sollen in Essen die Pläne für Radwege geändert werden?
Die beiden Mehrheitsparteien in Essen im Rat der Stadt CDU und SPD haben gerade neue Vorschläge für die Verkehrspolitik gemacht. Jetzt haben sie im Verkehrsausschuss auch schon erste konkrete Veränderungen für die Planungen vorgeschlagen. Die Vorschläge werden allerdings von den Radverbänden in Essen scharf kritisiert.
In Heisingen auf der Heisinger Straße soll nur noch auf einer Seite ein Radweg gebaut werden. Der führt dann bergauf. Radfahrerinnen und Radfahrer, die bergab unterwegs sind, sollen weiter auf der Straße fahren. Die Stadt soll aber auch prüfen, ob auf der Heisinger Straße zwischen Elsaßstraße und Uhlenstraße Schutzstreifen aufgemalt werden können. Der Geh- und Radweg über die Buschkampstraße soll erneuert werden und die Stelle am Kinderspielplatz soll sicherer werden. Der Umbau der Heisinger Straße soll 7 Millionen Euro kosten. Der Umbau soll Anfang nächsten Jahres starten.
In Rüttenscheid auf der Eleonorastraße sollen die Schilder und Piktogramme "Fahrradstraße" entfernt werden und die Straße soll als Tempo30-Zone beschildert werden. Der Knotenpunkt Eleonorastraße / Sabinastraße soll weiter umgebaut werden.
Auch in Huttrop hatte die Stadt neue Radwege geplant. Dort sollten mehrere Nebenstraßen mit Radwegen ausgebaut werden. CDU und SPD fordern, dass der Umbau so lange ruht bis die Steeler Straße fertig umgebaut ist. Danach sollen an einzelnen Kreuzungen unter anderem an Steinstrße / Helbingstraße neue bedarfsgesteuerte Ampelanlagen aufgebaut werden. Dazu kommen mehrere neue Fußgängerüberwege unter anderem an der Steubenstraße Ecke Kurfürstenstraße.
In Katernberg hatte die Stadt ebenfalls einen umfangreichen Ausbau der Straßen geplant. Beide Parteien wollen keine Radwege bauen lassen sondern setzen auf Piktogramme und Schilder an den Straßen. Gehwege sollen aber saniert werden und Schäden durch Wurzeln beseitig werden. An der Kreuzung Hanielstraße / Katernberger Straße / Alte Kirchstraße soll ebenfalls eine neue bedarfsgesteuerte Ampelanlage für mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer sorgen.
In Kettwig vor der Brücke sollten die Ringstraße und die Heiligenhauser Straße mit Radwegen ausgebaut werden. Hier fordern die Politiker zunächst einen Verkehrsversuch. Die Stadt soll auf der Ringstraße und der Heiligenhauser Straße für ein Jahr Tempo 30 einführen und genau beobachten, wie sich das Tempolimit auswirkt. Außerdem soll die Stadt mehr Parkflächen suchen, damit Anwohnerinnen und Geschäftsleute besser klarkommen. Der Ausbau des Radwegs in Kettwig vor der Brücke sollte eine neue Verbindung zwischen dem Promenadenweg und Radwegen auf der anderen Seite der Ruhr schaffen.