
Neue Fahrradstraße in Essen - Das sind die Pläne!
In Essen sollen Radfahrerinnen und Radfahrer sicherer durch den Norden fahren können. Dafür plant die Stadt eine neue Fahrradstraße. Mehrere Straßen müssen dafür aber umgebaut werden und es gibt weniger Parkplätze.
Veröffentlicht: Samstag, 17.01.2026 12:32
Wo soll die Fahrradstraße in Essen gebaut werden?
Die Stadt Essen will in Katernberg eine neue Fahrradstraße bauen. Die Route führt von der Theobaldstraße über die Heinrich-Lersch-Straße in den Distelbeckhof und endet im Bolsterbaum vor der Bahnlinie. Damit kann die Stadt das Radwegenetz weiter ausbauen und verbindet bereits vorhandene Radwege. Schon jetzt gibt es teilweise Fahrradstraßen durch Katernberg, zusammen ist die Strecke dann 2,4 Kilometer lang und es gibt in den Straßen deswegen Tempo-30-Zonen. Vor allem alle, die im Alltag Rad fahren, sollen von den neuen Fahrradstraßen profitieren. Es gibt mehrere Knotenpunkte, die die neue Route mit anderen bereits bestehenden Radrouten in Richtung Innenstadt, Altenessen und Karnap verbinden. Von dort kommen Radfahrerinnen und Radfahrer dann auf den Nordsternradweg, der an der Schurenbachhalde vorbeiführt.
Was muss alles in Essen für die Fahrradstraßen umgebaut werden?
In Essen gibt es bereits jetzt einige Fahrradstraßen, unter anderem auf dem Bolsterbaum, teilweise in der Theobaldstraße und der Hanielstraße. Die Straßen müssen aber an die aktuellen Richtlinien für Fahrradstraßen angepasst werden. Kein Problem gibt es dagegen mit Bus und Bahn, weil keine Linien auf den Straßen unterwegs sind. Die Fahrradstraßen sind alle auch Wohnstraßen. Das bedeutet, dass die Anwohnerinnen und Anwohner, wenn sie keinen privaten Parkplatz haben, auf der Straße parken. Die Stadt hat die vorhandenen Parkplätze gezählt, insgesamt stehen 760 Parkplätze zur Verfügung. Die Parkplätze sind laut der Zählung der Stadt unterschiedlich ausgelastet. Meist sind es die Anwohnerinnen und Anwohner, die dort parken. Durch den geplanten Umbau der Straßen werden aber einige Parkplätze wegfallen. Am Bolsterbaum werden 26 Parkplätze verschwinden. Am Distelbeckhof fallen 19 Parkplätze weg, und an der Theobaldstraße werden es nach dem Umbau 41 Parkplätze weniger. Auch an der Hanielstraße werden 23 Parkplätze weniger zur Verfügung stehen. Hier wird das Parken abwechselnd nur noch auf einer Seite möglich sein. Dadurch müssen alle Autofahrer langsamer fahren. Insgesamt fallen 109 Parkplätze weg. Auf den Parkplätzen werden zum Teil neue Bäume gepflanzt, oder es gibt keine andere Möglichkeit, die Straße breiter zu machen, um die Richtlinien für Fahrradstraßen einzuhalten. Auch an Kreuzungen wird vieles verändert, damit Radfahrerinnen und Radfahrer sicher unterwegs sind. Die Bäume haben teilweise zu wenig Platz, und die Flächen um die Wurzeln sollen größer werden.
Wie geht es in Essen mit der neuen Fahrradstraße weiter?
Nachdem die Stadt Essen alle Fakten sortiert und analysiert hat, sollen jetzt Politikerinnen und Politiker die Pläne diskutieren. Daran beteiligt werden die Politikerinnen und Politiker aus der Bezirksvertretung und dem Ausschuss für Verkehr. So soll noch einmal genau geprüft werden, ob die neuen Fahrradstraßen die Situation für Radfahrerinnen und Radfahrer verbessern. Das soll aber nicht auf Kosten anderer Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer passieren. Auch Vertreterinnen und Vertreter aus den Fuß- und Radverkehrsverbänden können mitreden. Die Planungen haben bisher 124.000 Euro gekostet. Wie teuer der Umbau insgesamt wird, müssen die weiteren Planungen ergeben.