
Wie werden die Sirenen in Essen ausgelöst?
Bei einem stadtweiten Notfall in Essen, wie zum Beispiel einer Umweltkatastrophe, werden in der Feuerwehr-Leitstelle im Ostviertel die Sirenen im Stadtgebiet aktiviert. Das passiert allerdings nicht über einen großen roten Notfallknopf, sondern per Mausklick. Zum landesweiten Warntag am Donnerstag (12. März) hatte Feuerwehrchef Jörg Wackermann das Vergnügen, den Alarm auszulösen.
Auf dem Bildschirm musste er alle Sirenen auswählen, den Befehl abschicken und bestätigen - ein paar Sekunden später haben die Sirenen losgeheult. Zeitgleich waren vier Warnfahrzeuge als mobile Sirenen im Einsatz: Zwischen Heidhausen und Kettwig, Werden und Kettwig, Kupferdreh und Dilldorf und in Fischlaken am Baldeneysee.
"Ziel ist es, die Bevölkerung zu Informieren und Aufklärungsarbeit zu leisten. Wie verhalte ich mich in einer Krise und was muss ich tun?" sagt Christian Schmücker, Sprecher der Feuerwehr Essen, "und was muss man tun? Man muss das Lokalradio einschalten, denn da bekommt man genauere Informationen."
Alle 87 Sirenen in Essen sollten getestet werden. Nach dem Probelauf musste die Feuerwehr über ein Programm jede einzelne Sirene kontrollieren und prüfen, ob sie ausgelöst hat. Das erste Fazit ist positiv.
Wie gut hat der Warntag in Essen funktioniert?
Auf Radio Essen-Nachfrage bestätigt die Feuerwehr Essen, dass alle Sirenen funktioniert haben. Nur drei Sirenen haben keinen Ton von sich gegeben - das lag aber nicht daran, dass sie kaputt sind, sondern weil es dort gerade Wartungsarbeiten gab. Zum Schutz der Arbeiter haben die Sirenen nicht ausgelöst, das wäre zu laut gewesen. Im Notfall machen sie aber auch ordentlich Lärm.
Die Feuerwehr Essen hat jetzt also ein funktionierendes Warnsystem im gesamten Essener Stadtgebiet. Auf der Leitstelle gingen auch nur zwei Anrufe ein, von Personen, die wissen wollten, warum es in Essen plötzlich so laut ist. Das nächste mal werden die Sirenen am 10. September zum bundesweiten Warntag getestet.