Ab Montag wieder mehr Unterricht in Essen

An den Real-, Haut- und Sekundarschulen sollen ab Montag auch wieder die Schüler der Jahrgänge 5 bis 9 unterrichtet werden. Dafür laufen überall die Vorbereitungen. Je nach Schule und Schülerzahlen sind die Bedingungen aber unterschiedlich. Lehrer und Schüler freuen sich, dass sie sich wieder sehen dürfen.

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Unterricht in Essen: Große Räume, kleine Klassen

An der Sekundarschule am Stoppenberg werden ab Montag voraussichtlich mehrere Jahrgänge wieder in die Schule dürfen. Die Räume sind relativ groß, es gibt genügend Toiletten und mehrere Ein- und Ausgänge. Die Schulleitung arbeitet gerade mit den Kollegen einen genauen Plan aus, welche Schüler wann kommen sollen. Die Schüler werden zeitversetzt mit dem Unterricht beginnen und auch in den Pausen nicht aufeinander treffen. Trotzdem ist das alles schwierig zu planen und es dürfen auch nicht alle Lehrer vor Ort unterrichten, wenn sie zum Beispiel zur Risikogruppe gehören. Die Schule hat in eine gute Software investiert und kann so die Schüler mit Aufgaben zu Hause versorgen und die Lehrer können die Ergebnisse kontrollieren. Trotzdem müssen sich viele jetzt umgewöhnen, es gibt wieder Frontalunterricht, Lehrer vorn und Schüler in den Bänken, da Gruppen und gemeinsames Lernen nicht erlaubt sind.

Schule in Essen: Große Klassen, kleine Räume

An der Elsa-Brandström-Realschule in Bergernhausen ist die Situation anders. Dort sind die Klassen sehr groß und der Schulleiter muss aus einer Klasse bis zu vier Lerngruppen bilden und dafür die nötigen Räume und Lehrer finden. Einige Schüler aus der 10. Klasse haben deshalb in den letzten Tagen schon Unterricht in der Turnhalle. Allein in diesem Jahrgang hat die Schule 120 Schüler. Für die Lehrer ist die aktuelle Situation eine große Herausforderung. Sie unterrichten zum Teil bis zu 300 Schüler und müssen deshalb auch so viele Mails pro Tag beantworten, wenn alle ihre gemachten Aufgaben zurück schicken. Jetzt werden sie ab Montag Vormittags unterrichten und können sich erst später mit den Aufgaben der anderen Schüler befassen.

Gesamtschulen und Gymnasien starten später

Der Unterricht für alle Jahrgänge beginnt an den Gesamtschulen und Gymnasien erst wieder, wenn dort alle Prüfungen abgeschlossen sind. Das ist ab dem 25. Mai der Fall. Danach gehen dann auch wieder die Schüler der unteren Jahrgänge meist einen Tag in der Woche in die Schule. An der Gesamtschule Holsterhausen laufen die Vorbereitungen dafür aber bereits jetzt. Die Schule hat pro Jahrgang fünf Klassen, die werden dann in Zukunft einmal pro Woche in die Schule kommen, hat die Schulleiterin geplant. Dazwischen bekommen alle weiterhin Aufgaben für zu Hause.

Mehr Schüler in die Schulen

Das NRW Schulministerium sagt, dass ab Montag (11.05.) wieder die Jahrgänge 5 bis 9 in einem rollierenden System an den Real-, Haupt- und Sekundarschulen unterrichtet werden sollen. In welcher Form und auf welche Weise das die einzelnen Schulen umsetzen, hängt von den Bedingungen an den Schulen ab. Faktoren sind dabei, wie groß sind die Räume an den Schulen, wie viele Schüler gehen in eine Klasse, wie sind die hygienischen Bedingungen und wie viele Lehrer dürfen überhaupt unterrichten. An Schulen, an denen viele ältere Lehrer arbeiten, kann sich die Zahl der Lehrer schnell stark verringern und dann sind nicht mehr genügend da für die aufgeteilten Klassen. Insofern wird der Unterricht von Schule zu Schule sehr unterschiedlich stattfinden.

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