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Wieder Warnstreik in Essen  - Ruhrbahn und Kitas betroffen
© Madlen Gerick / Radio Essen
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Wieder Warnstreik in Essen - Ruhrbahn und Kitas betroffen

Der Februar geht in Essen mit weiteren Warnstreiks zu Ende. Die Gewerkschaft Verdi ruft die Beschäftigen der Ruhrbahn und die Beschäftigen der AWO zum Streik auf.

Veröffentlicht: Dienstag, 24.02.2026 06:02

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Was bedeuten die Streiks für Pendlerinnen und Pendler in Essen?

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Am Freitag (27. Februar) und am Samstag (28. Februar) stehen die Busse und Bahnen der Ruhrbahn in Essen erneut weitestgehend still. Die Gewerkschaft Verdi ruft die Beschäftigen im Nahverkehr zum bundesweiten Warnstreik auf. Von Betriebsbeginn bis Betriebsende wird es zu erheblichen Einschränkungen kommen, heißt es von der Gewerkschaft. Die streikenden Beschäftigen treffen sich in Essen auf dem Betriebshof an der Ruhrallee. Es werden rund 1000 Beschäftigte aus Essen erwartet. Eine offizielle Kundgebung wird es nicht geben, heißt es von der Gewerkschaft. Schulbusse sowie die Beförderung von Förderschülern ist nicht betroffen. Busse, die von der Deutschen Bahn betrieben werden, fahren auch. In Essen sind das der SB16 (Essen - Bottrop), der SB19 (Essen - Heiligenhaus) und die Linie 189 (Essen - Gladbeck). Wegen Asphaltarbeiten werden die Linien SB16 und SB19 am Freitag (27. Februar) und am Samstag (28. Februar) im Bereich des Essener Hauptbahnhofs umgeleitet. Auch S-Bahnen und Regionalzüge fahren. Ein Shuttle-Bus fährt vom Hauptbahnhof zur Camping-Messe. Es ist der zweite Streik in diesem Jahr.

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Kitas in Essen bleiben dicht

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Wenn Ihr in Essen für Eure Kinder einen Platz in einer AWO-Kita habt, müsst Ihr Euch für Mittwoch (25. Februar) vielleicht nach einer Betreuungsalternative umschauen. Die Gewerkschaft Verdi ruft die Beschäftigen der AWO in Essen zum Warnstreik auf. Die AWO betreut in Essen mehr als 1.500 Kinder und hat aktuell 24 Betreuungs-Einrichtungen und Kitas. Vier Kitas bleiben ganz geschlossen, das sind die Kitas am Rathaus (Ostviertel), am Ruhrkolleg (Huttrop), Grillostraße (Nordviertel) sowie Ückendorfer Straße (Katernberg), insgesamt betrifft dies zwölf Gruppen. Hinzu kommen noch weitere 16 Kita-Gruppen auf dem ganzen Stadtgebiet, die nicht öffnen können. Alle Eltern sind im Vorfeld informiert worden. Dort, wo es möglich ist, richtet die AWO Notgruppen ein. Im Julius-Leber-Haus in Kray/Leithe bleibt der Kinder- und Jugendbereich geschlossen. Anfang Februar hatte Verdi schon zu einem großen Warnstreik aufgerufen - Auch da sind einige, die in AWO-Kitas arbeiten, in Essen auf die Straße gegangen.

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Was fordert Verdi für die Beschäftigen in Essen?

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Der Gewerkschaft geht es vor allem um Entlastung der Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr. Verdi fordert insbesondere die Reduzierung der Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich von 39 auf 37 Stunden, verlässliche Ruhezeiten zwischen den Schichten sowie höhere Zuschläge für Sonntagsarbeit. Die nächste Verhandlungsrunde mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband ist am 2. und 3. März.

Für die Beschäftigten der AWO fordert die Gewerkschaft 500 Euro Brutto mehr im Monat für alle und 300 Euro mehr im Monat für Azubis 300. Außerdem verlangt die Gewerkschaft drei zusätzliche freie Tage für Verdi-Mitglieder in der AWO NRW. Abreitgeber kritisieren diese Forderungen als "völlig überzogen". Im Durchschnitt entsprächen die Wünsche einer Lohnsteigerung von rund 13 Prozent. Die nächste Verhandlungsrunde ist am 4. März. Die Arbeitgeber wollen mit einem Angebot in die Verhandlungen gehen.

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