
Wer streikt alles in Essen?
Viele Beschäftigte in Essen aus ganz unterschiedlichen Berufen kommen in den Tarifverhandlungen nicht voran. Deswegen schließen sie sich am Mittwoch (4. Februar) zusammen und planen eine Kundgebung in der Innenstadt. Von dem Warnstreik ist unter anderem der öffentliche Dienst in Essen betroffen. Deswegen könnte es zu Problemen an Gerichten und bei der Staatsanwaltschaft kommen. Auch an der Universität Duisburg-Essen und der Uniklinik könnte wieder gestreikt werden.
Das wäre schon der vierte Streik an der Klinik in Holsterhausen allein in diesem Jahr. Diesmal streikt die Uniklinik von Dienstag (3. Februar) bis Donnerstag (5. Februar), also insgesamt drei Tage lang. Notfälle werden selbstverständlich weiterhin behandelt. Allerdings wurde bislang schon die Hälfte der geplanten Operationen am Streiktag abgesagt. Die Beschäftigten fordern sieben Prozent mehr Lohn, mindestens aber 300 Euro pro Monat, sowie mehr Geld für die Nachwuchskräfte.
Bleiben Kitas in Essen dicht?
Auch für Eltern gibt es schlechte Nachrichten. Die Gewerkschaft Verdi ruft auch die Beschäftigten der AWO in Essen zum Streik auf. Die AWO betreut in Essen mehr als 1.500 Kinder und hat aktuell 24 Betreuungseinrichtungen und Kitas. Diese könnten am Mittwoch durch den Streik geschlossen bleiben.
Zusätzlich gibt es einen Warnstreik bei der Krankenkasse AOK in Essen, und auch die Beschäftigten der Autobahn GmbH wurden von Verdi zum Warnstreik aufgerufen. Alle Branchen fordern mehr Geld. Am meisten fordert Verdi für die AWO: Sie wollen mindestens 500 Euro mehr im Monat haben. Die Streikenden treffen sich am Mittwoch auf dem Hirschlandplatz in der Innenstadt.
Wo treffen sich in Essen die Streikenden?
Auch in Essen wollen sich die Streikenden aus verschiedenen Branchen treffen. Die Kundgebung startet um 10 Uhr auf dem Hirschlandplatz in der Innenstadt. Die Beschäftigten der Uniklinik planen zuvor einen Demonstrationszug von der Klinik in Holsterhausen bis zum Hirschlandplatz. Dazu laufen noch Gespräche mit der Polizei, wie eine Verdi-Sprecherin mitteilt. Auch die genaue Route steht noch nicht fest.
Infrage kommen beispielsweise die Holsterhauser Straße oder die Alfredstraße – und das mitten im Berufsverkehr. Autofahrerinnen und Autofahrer sollten sich daher auf Staus und Sperrungen einstellen.