Wahl Essen 2020: Die Ergebnisse im Überblick - Oberbürgermeister, Stadtrat und Bezirksvertretungen

Essen hat gewählt! In über 400 Wahlbezirken haben wir unsere Kreuzchen für einen Oberbürgermeister gesetzt, für eine neue Zusammensetzung des Stadtrats sowie der neun Bezirksvertretungen von Essen. Außerdem konnten wir zum ersten Mal das Ruhrparlament wählen. Die Auszählungen der Stimmen laufen, die ersten vorläufigen Ergebnisse haben wir für Euch hier aufbereitet. Hier findet Ihr auch Eindrücke und Bilder vom Wahltag und den Wahlpartys einiger Parteien.

Thomas Kufen von der CDU bleibt Oberbürgermeister von Essen.
© Radio Essen / Benedikt Kaninski

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Der Kampf um den Oberbürgermeister von Essen

Die Wahlbezirke sind ausgezählt. Thomas Kufen (CDU) liegt weit vorne mit über 54 Prozent (Stand 23:30 Uhr). Dahinter liegt SPD-Kandidat Oliver Kern mit ca. 20,3 Prozent und dann noch etwas weiter ab vom Schuss kommt Mehrdad Mostofizadeh von den Grünen mit knapp über 12 Prozent. Thomas Kufen bleibt damit Oberbürgermeister von Essen. Er liegt in allen 50 Stadtteilen vorne. Die Wahlbeteiligung liegt aktuell bei knapp über 48 Prozent.

Bevor sich Thomas Kufen von seiner Partei in Kettwig hat feiern lassen, hat er uns aus dem Rathaus ein Interview bei Radio Essen gegeben. Da waren noch nicht alle Stimmen ausgezählt, aber das Ergebnis lag schon auf der Hand. Thomas Kufen freut sich, Oberbürgermeister von Essen zu bleiben, sieht aber auch die Verantwortung. Die hat er jetzt schon fünf Jahre getragen und die wird die nächsten fünf Jahre für ihn nicht kleiner.

Politiker im Stadtrat von Essen neu zusammengewürfelt

Auch bei der Stimmauszählung für den Stadtrat ist die CDU vorne mit über 34 Prozent. Die SPD folgt mit über 24 Prozent und die Grünen dahinter mit 18,6 Prozent. Überraschend ist Die PARTEI, die sich ein Auf und Ab mit der FDP und dem EBB geliefert hat. Am Ende hatte die FDP aber doch etwas mehr Stimmen. Die AfD hat mehr Wähler gewonnen, als noch vor fünf Jahren. Sie kommen auf 7,5 Prozent.

Damit löst die CDU die SPD als stärkste Partei im Stadtrat ab. Die SPD verliert fast 10 Prozent zur letzten Wahl, die Grünen gewinnen mehr als 7 Prozent und haben auch in vier Stadtteilen zum ersten Mal Direktmandate erreicht, also diese Wahlkreise gewonnen - das betrifft den Stadtkern, das Südviertel, Holsterhausen und Rüttenscheid. Die meisten AfD-Stimmen kommen aus Karnap mit fast 20 Prozent.

So haben die Stadtteile von Essen den Stadtrat 2020 gewählt. Farbige Grafik der Stadt.
So haben die Stadtteile von Essen den Stadtrat 2020 gewählt.© Stadt Essen
So haben die Stadtteile von Essen den Stadtrat 2020 gewählt.
© Stadt Essen

Wahlpartys in Essen

Von Wahlparty kann man dieses Jahr zwar nicht wirklich reden, aber einige Parteien haben sich doch zumindest zum Teil zusammen getroffen und verfolgen die Ergebnisse an verschiedenen Orten in Essen. Die Grünen haben sich unter anderem in ihrer Zentrale am Kopstadtplatz versammelt und in einer Kneipe in der nördlichen Innenstadt. Die CDU war auf einem Bauernhof in Kettwig und haben dort Thomas Kufen und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) empfangen und bejubelt. Kufen hatte am frühen Abend erst noch die Ergebnisse im Rathaus verfolgt. Dort hatte sich auch die Parteispitze der Essener SPD versammelt, um den Oberbürgermeister-Kandidaten Oliver Kern sowie ein kleiner Teil des Essener Bürgerbündnis (EBB).

Der politische Wind in den Stadtteilen von Essen

In den meisten Stadtbezirken liegt die CDU vorne. Nur ein Bezirk bringt anderen Wind. Im Stadtbezirk V liegt die SPD vorne mit über 32 Prozent. Im Stadtbezirk II sind die Grünen der CDU dicht auf den Fersen mit 30,3 Prozent zur CDU mit 33 Prozent.

So will Essen das Ruhrparlament haben

Das erste Mal haben wir auch das Ruhrparlament gewählt. Auch hier wollen die Essener vor allem die CDU vertreten haben. Sie haben mit 33,1 Prozent die CDU gewählt. Die SPD kommt auf 21,7 Prozent, ebenso die Grünen. Die AfD holt 7,6 Prozent und die Linke kommt auf 4,2 Prozent. Wie die Zahlen aus dem ganzen Ruhrgebiet aussehen und somit dann das Endergebnis für das Ruhrparlament, das klärt sich im Laufe des Montags.

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