Uniklinik Essen: Größeres Grippe-Problem gegen kleineres Corona-Problem

Der Chef-Infektiologe der Uniklinik in Holsterhausen beschreibt die Corona-Fälle im Radio Essen-Interview als verhältnismäßig klein gegenüber den normalen Grippe-Fällen. In der Uniklinik werden aktuell viele schwere Grippe-Fälle behandelt, bei jungen Menschen sowie Älteren. Trotzdem hält er die Maßnahmen gegen das Virus, wie die Absage von Veranstaltungen für sinnvoll.

Haupteinang mit Schild "Universitätsklinikum Essen"
© Kostas Mitsalis / Radio Essen

Versorgung der Patienten in Essen muss gewährleistet bleiben

Es gehe aktuell vor allem darum, dass sich nicht so viele Menschen gleichzeitig mit dem Coronavirus anstecken. Nur so könne man sicherstellen, dass auch in Zukunft alle Patienten gut versorgt werden könnten. Zum jetzigen Zeitpunkt sei das Problem durch das neue Coronavirus noch vergleichsweise gering, sagt der Infektiologe. Die "normalen" Grippe-Fälle gingen zwar zurück, trotzdem sind sie immer noch schwerwiegender und viel mehr, als die Corona-Erkrankten.

Drastische Maßnahmen, wie die Absage von Veranstaltungen befürwortet die Uniklinik allerdings. Sie empfehle es der Stadt sogar, damit die Ansteckungsgefahr geringer bleibt. Am Dienstagnachmittag soll es eine Entscheidung bei der Stadt geben, ob bei uns in Essen Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern abgesagt werden. Einen entsprechenden Erlass hat das Land NRW am Dienstagnachmittag auch an die Kommunen geschickt.

Im Interview mit Radio Essen gibt der Infektiologe auch seine Einschätzung zu der am Coronavirus erkrankten und am Montag verstorbenen Frau aus dem Südviertel. Außerdem ordnet er die Frage ein, wie gefährlich das Virus wirklich ist.

© Radio Essen

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