Studie für weniger Gewalt im Amateurfußball

Im Amateurfußball soll es Zukunft weniger Gewalt geben. Dafür hat die Universität Duisburg-Essen zusammen mit der Stadt Essen und dem Essener Sportbund eine Studie entwickelt. Mit konkreten Regeln soll es bald nur noch um den Fußball gehen.


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Studie analysiert Amateurfußball

Mehr Fußball, weniger Gewalt: Darum soll es in den nächsten Jahren im Essener Amateurfußball wieder gehen. Dafür hat die Universität Duisburg-Essen zusammen mit der Stadt Essen und dem Essener Sportbund eine Studie unternommen. Sportwissenschaftler haben den Amateurfußball genau analysiert und bewertet, unter anderem was gut läuft und was verbessert werden muss. In den letzten Jahren haben sie mit Problemvereinen daran gearbeitet und die Studie jetzt abgeschlossen.

Regeln für weniger Gewalt im Amateurfußball

Innerhalb der Studie wurden Regeln entwickelt: Zum Beispiel sollen Spieler in Zukunft rausgeschmissen werden, wenn sie immer wieder eskalieren. Auch Zuschauer, die Spieler anheizen, sollen weggeschickt werden. Zudem gibt es konkrete Hilfen für die Vereine: Berater haben in den letzten Jahren immer wieder Trainings und Risikospiele begleitet. In Workshops haben sie den Spielern beigebracht, wie sie mit Konfliktsituationen umgehen können. Die Spieler sollen sich unterstützt, aber auch wertgeschätzt fühlen, sagen die Macher der Studie. Dazu gehöre auch, dass sie mehr Verantwortung in den Vereinen übernehmen und besser miteinander kommunizieren. Beim BV Altenessen gab es deshalb zum Beispiel einen Sprachkurs.

Spieler von Fatihspor Essen wollten Schiedrichter veprügeln

Die Probleme seien vor allem in sogenannten Migrantenfußballvereinen aufgetreten, sagen die Macher der Studie. Unter anderem bei einem Spiel des Vereins Fatihspor aus Essen-Altenessen haben Spieler 2016 versucht den Schiedrichter zu verprügel und zu treten. Der Verein wurde danach vom Spielbetrieb für ein Jahr ausgeschlossen. Im Jahr 2015 haben Spieler von BV Altenessen einen Schiedsrichter niedergeschlagen. Immer wieder gab es solche Fälle in der Vergangenheit.


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