
Bäder in Essen müssen dringend saniert werden
Drei Schwimmbäder in Essen müssen saniert werden: Das Bad am Thurmfeld im Nordviertel, das Oststadtbad in Freisenbruch und das Grugabad in Rüttenscheid. Die Sport- und Bäderbetriebe (SBE) haben jetzt einen Zeitplan vorgestellt, wann dort gearbeitet werden soll. Zuerst sollen die Badewasseraufbereitung und das Schwimmbecken im Bad am Thurmfeld saniert werden. Die Anlage für die Reinigung des Wassers ist in den letzten Jahren immer wieder ausgefallen und soll deshalb komplett ausgetauscht werden. Im Schwimmbecken gibt es Probleme mit den Fliesen, auch die müssen ausgetauscht werden. Die Arbeiten sollen im Mai 2026 starten und bis Oktober dauern. In dieser Zeit bleibt das Bad geschlossen. Dafür sind in dieser Zeit aber die Freibäder geöffnet.
Nach der Freibadsaison 2026 beginnen dann die Sanierungsarbeiten im Oststadtbad. Das Kombibad in Freisenbruch wird komplett saniert und alle Anlagen werden auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Unter anderem wird das Umkleidegebäude abgerissen und neu gebaut. Auch die Schwimmbecken und der Sprungturm werden saniert. Die Arbeiten hier sollen bis zum Saisonstart 2029 dauern.
Dann ist es soweit für die große Generalsanierung im Grugabad. Das Grugabad muss von Grund auf erneuert werden. Das Bad besteht aus einer großen Betonkonstruktion, die unter allen Becken liegt. Der Beton bröckelt inzwischen und deshalb sind die Arbeiten für die Sanierung sehr aufwändig und teuer. Die Sanierung des Grugabades soll nach der Saison 2028 starten. Wann dort alles fertig ist, dazu gibt es noch keine genauen Aussagen von den Sport- und Bäderbetrieben. Zuletzt hatten sich die Politikerinnen und Politiker im Rat der Stadt darauf geeinigt, dass zunächst einmal nur die Sanierung ansteht, ein Umbau eines Teil des Bades in ein Ganzjahresbad ist vorerst nicht geplant.
Außerdem arbeiten die Sport- und Bäderbetriebe weiter am Neubau des Stadtbades Borbeck. Das neue Stadtbad soll in diesem Jahr fertig werden.
Essen saniert viele Sportstätten und hat große Pläne
In Essen werden in den kommenden Jahren noch viele weitere Sportanlagen saniert. Dazu gehört die Regattatribüne am Baldeneysee. Dort laufen die Arbeiten auch bereits. Es gab allerdings Probleme und die neue Tribüne wird nicht wie geplant fertig. Deshalb soll es für die kommende Regatta-Saison eine Übergangslösung für Zuschauerinnen und Zuschauer geben. Die Sport- und Bäderbetriebe (SBE) planen weiter am Bau der neuen Eissporthalle und einer Großsporthalle an der Altendorfer Straße. Dafür soll in 2026 eine Machbarkeitsstudie erstellt werden. An der Germaniastraße in Bochold werden eine neue Turnhalle und ein Parkplatz gebaut. Das ist Teil des Projektes "Quartier der Generationen".
Außerdem müssen auf einigen Kunstrasenplätzen inzwischen wieder die Beläge ausgetauscht werden. Auf weiteren Sportanlagen planen die SBE die Sanierung der Umkleiden und Funktionsräume und die Erneuerung von Laufbahnen. Die SBE planen in 2026 mit Ausgaben in Höhe von 91 Millionen Euro und rechnen auch mit Einnahmen in gleicher Höhe, damit ist der Finanzplan ausgeglichen. Da aber zum Beispiel für den Betrieb der Schwimmbäder viel Energie nötig ist und die Preise stark schwanken, ist nicht klar, ob der Plan auch so eingehalten werden kann.