Schulstart: Neues Schuljahr - alte Probleme

Nach den Ferien müssen sich 5000 Lehrer und 80 000 Schüler bei uns in Essen wieder zurechtfinden. Lehrermangel ist immer noch das größte Problem. Wir haben uns die Maria-Kunnigunda-Grundschule in Karnap und die Gustav-Heinemenn-Gesamtschule in Schonnebeck kurz vor dem ersten Schultag angeguckt.

Größtes Problem: Lehrermangel in Essen

In den meisten Schulen fehlen Lehrer. Deshalb müssen die Pauker immer wieder einspringen wenn Kollegen krank werden. An den Grundschulen ist es schlimmer als an den weiterführenden Schulen. Die haben zu wenig Schulleiter. Keiner will den Job machen, weil es viel Arbeit ist für relativ wenig zusätzliches Geld. Aber auch normale Grundschullehrer fehlen. Bei uns in Essen könnten an den 85 Grundschulen über 100 Stellen sofort besetzt werden. Aber es gibt einfach nicht genug Nachwuchs. Die Grundschulen nehmen Quereinsteiger für Musik, Sport, Kunst und Englisch. Das sind oft Fremdsprachenkorrespondenten oder Musiker, ohne pädagogische Ausbildung.


Auch die Realschulen und Gesamtschulen haben seit Jahren zu wenig Personal. Nur an den Gymnasien ist es besser. Sehr viele ältere Lehrer wurden pensioniert, die Unis bilden einfach zu wenig Lehrer aus. Und die, die fertig werden, können sich aussuchen wo sie arbeiten. Viele gehen da hin wo es für sie einfacher ist. Die Schulen im Essener Norden haben ein etwas schwierigeres Klientel. Also geht die junge Lehrerin eher in den Süden oder in eine andere Stadt. Jetzt hoffen die Essener Schulleiter, dass im November möglichst viele Referendare fertig werden und dass sie sich hier bei uns bewerben und nicht woanders.

Die Planungstafel der Maria-Kunigunda-Schule ©
Die Planungstafel der Maria-Kunigunda-Schule
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Klassenfotos bei der Einschulung: Wann dürfen Eltern knipsen und wann nicht?

Am Donnerstag (29. August) werden 5000 Kinder in Essen eingeschult (Symbolbild)© Dan Race - stock.adobe.com
Am Donnerstag (29. August) werden 5000 Kinder in Essen eingeschult (Symbolbild)
© Dan Race - stock.adobe.com

Früher haben alle Schulen Klassenfotos bei der Einschulung gemacht. Heute ist das komplizierter. Im digitalen Zeitalter gelten neue Regeln. Wer Kinder knipst und die Fotos ins Netz stellt, kann Probleme bekommen. Das eigene Kind darf ich knipsen und die Fotos auch ins Netz stellen. Wenn der beste Kumpel oder die beste Freundin aus der KITA auch eingeschult wird, ist das einfach. Da fragt ihr die Eltern und auch bitte die Kinder, ob sie fotografiert werden wollen. Bei Gruppenfotos müssen alle zustimmen. Sonst darf keiner Fotos machen. Die meisten Schulen in Essen haben Regeln für den Tag der Einschulung. Die Eltern dürfen grundsätzlich Fotos machen. Sie sollen aber darauf achten, dass nur Kinder auf den Fotos zu sehen sind, die das auch wollen und deren Eltern vorher fragen. So sehen es die meisten Schulen.

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