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Müllberge in Essen: Zahl der Sünder verdoppelt sich
© Radio Essen / Kostas Mitsalis
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Müllberge in Essen: Zahl der Sünder verdoppelt sich

Das Bild kennen in Essen viele Anwohnerinnen und Anwohner. Rund um die Container für Altpapier, Glas und Altkleider liegen Kartons und es sammelt sich Sperrmüll an. Die Stadt zieht Bilanz, wie viele Müllsünder im letzten Jahr zahlen mussten.

Veröffentlicht: Mittwoch, 04.03.2026 14:06

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Wie viele Müllsünder mussten in Essen zahlen?

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In Essen sind im letzten Jahr 831 Bußgeldverfahren gegen Müllsünder eingeleitet worden. Das sind doppelt so viele, wie im Jahr davor. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsamtes haben 424 Mal unterschiedliche Containerstandorte kontrolliert. Dabei konnten sie häufig auch die Menschen identifizieren, die ihren Müll illegal neben die Container gestellt haben. Auch abgestellte Kartons, wenn die Container voll sind, gehören dazu.

Wenn zum Beispiel eine Adresse auf den Kartons steht, kann das Ordnungsamt das Bußgeldverfahren einleiten. In 399 Fällen wurden die Verfahren allerdings eingestellt. 412 Essenerinnen und Essener mussten aber zahlen. Die Bußgeldhöhe liegt im Schnitt bei 117 Euro. Die Stadt hat so 48.596 Euro eingenommen. 20 dieser Verfahren sind noch offen.

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Wo kontrollieren die Mitarbeiter der Stadt Essen am häufigsten?

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In Essen stehen an insgesamt 550 Standorten, verteilt über die ganze Stadt, Container für Altpapier, Glas und Altkleider. 118 dieser Standorte hat die Stadt als Problemstandorte eingestuft. Davon gelten 24 als "Hot-Spots", unter anderem im Stadtkern und im Stadtbezirk V, also Karnap, Vogelheim, Altenessen-Nord und Altenessen-Süd. Hier finden am häufigsten Kontrollen statt, um Müllsünder abzuschrecken. Als Problemstandorte und "Hot-Spots" gelten bei der Stadt die Container-Standorte, die am häufigsten in der Mängelmelder-App angegeben werden. Außerdem melden die Mitarbeiter der Entsorgungsbetriebe ebenfalls immer wieder Standorte, an denen es besonders schlimm aussieht.

Aber auch andere Standorte, die der Stadt über unterschiedlichste Kanäle gemeldet werden, werden immer wieder kontrolliert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsamtes sehen sich die Meldungen an und reagieren dann. Im letzten Jahr wurden, anders als im Vorjahr, auch im Dezember die Container-Standorte kontrolliert, auch daraus haben sich noch weitere Bußgeldverfahren ergeben.

Die Stadt Essen weist noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass schon das Danebenstellen eines Kartons eine Ordnungswidrigkeit ist und verfolgt wird. Das kann bis zu 100 Euro Bußgeld kosten. Wenn der Container voll ist, sollte man also besser anderswo hinfahren oder warten, bis er geleert wurde. Die Standorte der Container findet ihr hier.

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