
Wohnungen in Essen im Visier
In ganz NRW, auch in Essen, läuft am frühen Mittwochmorgen (4. März) eine große Kontrollaktion, organisiert vom Bauministerium. Rund 300 Mitarbeitende aus den Kommunen und anderen Institutionen sind in Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen, Hagen, Krefeld, Langenfeld, Leverkusen, Remscheid, Solingen, Velbert, Wuppertal und in Essen im Einsatz. Die Kontrolleure schauen sich über 250 problematische und verwahrloste Wohnungen genauer an. In Essen sind nach Angaben der Stadt Häuser in Dellwig und Frintrop betroffen. Die Stadt Essen stößt wegen Sozialbetrugs immer wieder an ihre Grenzen.
Kontrollaktion in Essen mit neuem Ansatz
Für die landesweite Kontrollaktion arbeiten die Kommunen und die Arbeitsagentur zum ersten Mal nach einem neuen Ansatz. Daten verschiedener Institutionen seien im Vorfeld verknüpft worden, um auch komplizierte Fälle von Sozialbetrug aufzudecken.
"Eine noch intensivere Bündelung von Kräften erlaubt noch mehr Schlagkraft im Kampf gegen Problemimmobilien. Ziel ist es, Geschäftsmodelle auf dem Rücken von sozialleistungsbeziehenden Menschen zu unterbinden", sagt NRW-Heimat- und Bauministerin Ina Scharrenbach.
Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef-Laumann ergänzt:
"Die Menschen, die sich im Jobcenter vorstellen und unberechtigt Sozialleistungen beantragen, sind oftmals selbst Getriebene. Im Hintergrund stehen Täter, die die Leute beispielsweise aus Südosteuropa hierherlocken, Arbeitsverträge fingieren, die Menschen in heruntergekommenen Problemimmobilien hausen lassen und von diesen auch noch völlig überzogene Gelder abkassieren."
Genau diesen Tätern müsse das Handwerk gelegt werden.