Junge mitgeschleift: U-Bahn-Fahrer muss nicht vor Gericht

Der Fahrer der U-Bahn, die im Februar einen Jungen mitgeschleift hat, muss nicht vor Gericht. Die Ermittlungen gegen den Fahrer wurden eingestellt. Ein Gutachten hat gezeigt, dass der Fahrer zu keinem Zeitpunkt den Jungen hätte im Seitenspiegel sehen können.

© Radio Essen/Tobias Bitter

Gutachten befreit den Fahrer von einer Schuld

Laut einem abschließendem Gutachten leuchtete das Notsignal beim Fahrer erst nach 21 Sekunden auf, zu dem Zeitpunkt war die Bahn schon von der II-Schichtstraße in den Tunnel gefahren und der Junge lag schon im Gleisbett. Anfang Februar hatte sich der 13-jährige Junge im U-Bahn-Tunnel in Altenessen in der Tür eingeklemmt, wurde mitgerissen und gegen die Tunnelwand geschleudert. Er lag monatelang schwer verletzt im Krankenhaus.

Junge war zeitweise in Reha

Vier Monate nach dem schweren U-Bahn-Unfall in Altenessen ging es dem Jungen offenbar etwas besser. Der 13-Jährige hatte nach dem Unfall tagelang um sein Leben gekämpft. Im Juni war er in Reha und nur am Wochenende zu Hause. Oberbürgermeister Thomas Kufen hat die Familie in Altenessen besucht. Er sagte, dass der Unfall das Leben des Jungen künftig verändern wird.

Weitere Meldungen

skyline
ivw-logo