
Warum will Evonik aus Essen Stellen abbauen?
Bei Evonik aus Essen steht ein großer Umbau bevor. Das hat das Unternehmen schon im Juni angekündigt und jetzt bei der jährlichen Strategieklausur nochmal bekräftigt. Generell stecke die Chemieindustrie in einer strukturellen und ökonomischen Krise, heißt es von dem Unternehmen. Gute Chancen für Wachstum geben es vor allem in Asien und Amerika, deswegen werde dort wahrscheinlich weiter investiert. Das Polyester-Geschäft wird aber eingestellt. Die sechs großen Produktionsstandorte in Deutschland werden neu geordnet, sie sollen spezifischere Aufgaben bekommen.
Wie geht es bei Evonik in Essen weiter?
Schon bis Ende des Jahres sollen 2.800 Stellen wegfallen, weitere dann bis 2029. Das Ganze soll sozialverträglich passieren und ohne betriebsbedingte Kündigungen. Das heißt: Frei werdende Stellen werden nicht nachbesetzt und Mitarbeitende gehen früher in den Ruhestand oder freiwillig mit einer Abfindung. Schon Ende 2025 hat Evonik nur noch knapp über 31.000 Menschen beschäftigt, das waren 900 weniger als im Jahr davor.
Wie viele Stellen beim Produktionswerk an der Goldschmidtstraße in Essen abgebaut werden, kann Evonik auf Radio Essen-Nachfrage nicht sagen. Der Stellenabbau passiere über das gesamte Unternehmen verteilt. Das Werk in Essen sei aber nicht in Gefahr. Es könnte vielmehr sogar Aufgaben von kleineren Standorten übernehmen.