
Was sind die Ergebnisse der Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin?
Die CDU und die Linke in Essen reagieren auf die historischen Wahlergebnisse in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Die einen sprechen von einer Katastrophe, die anderen freuen sich. Zum Hintergrund: In Mecklenburg-Vorpommern hat es die CDU nicht in den Landtag geschafft - zum ersten Mal in der Geschichte der Partei bei Landtagswahlen. Sie hat nur 4,9 Prozent der Stimmen geholt. Stattdessen ist die AfD mit 38,2 Prozent die stärkste Kraft geworden, gefolgt von der SPD mit 35,5 Prozent. Schon vor zwei Wochen hat die AfD die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt gewonnen. Bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin hat die Linke mit 25,7 Prozent deutlich gewonnen. Dahinter kommen die CDU mit 18,9 Prozent und die AfD mit 16,3 Prozent.
Wie reagiert die CDU in Essen?
Für die CDU in Essen sind die Wahlergebnisse "sehr bitter, ein deutlicher Rückschlag." Das sagt der Vorsitzende Matthias Hauer.
"Natürlich ist das Ergebnis in Mecklenburg-Vorpommern eine Katastrophe, weil zum ersten Mal die CDU aus einem Landtag ausgeschieden ist. Aber auch die erheblichen Verluste in Berlin dürfen wir nicht klein reden."
Die Lösung sei jetzt Vertrauen zurückzugewinnen, in dem die Bundesregierung die Probleme der Menschen löse. Die Reformen seien schon eingeleitet, kämen bei den Menschen aber noch nicht an. Ein Rücktritt von Bundeskanzler Merz, wie einige ihn fordern, sei aber nicht die Lösung, findet Matthias Hauer:
"Personaldebatten lösen keine Probleme und auch ein anderer Kandidat oder Bewerber wäre direkt vor den selben Problemen."
Wie reagiert die Linke in Essen?
Die Linke in Essen hatte in Berlin zwar mit einem starken Ergebnis gerechnet, aber:
"Dass es dann so deutlich wird, hab ich nicht mit gerechnet. War echt ne schöne Überraschung gestern," sagt Andreas Brinck, Kreissprecher der Linke in Essen.
Er sagt, der Erfolg liege daran, dass die Linke im Wahlkampf die richtigen Themen angesprochen habe. Eines davon sei das Problem, dass es zu wenige bezahlbare Wohnungen gibt. Die Linke in Berlin möchte unter anderem große Immobilienkonzerne enteignen. Generell findet Andreas Brinck, muss die Linke weiter die Partei sein, die den Menschen zuhört, ihre Stimme ist und zum Beispiel direkt vor Ort Sozial-Sprechstunden anbietet.