Essen: So sieht die Stadt durch die Maßnahmen gegen Corona aus

Tag 1 in Essen mit den drastischen Einschnitten gegen das Coronavirus. Vieles ist abgesagt und hat geschlossen. Anderes, wie Einkaufszentren oder Restaurants mit Lieferdienst müssen sehr eingeschränkt handeln. Wieder anderes ist noch nicht richtig geregelt und verwirrt. Unser Stadtreporter war in Essen unterwegs und hat geguckt, was hat auf, was zu und wer ist eigentlich noch so unterwegs?

Limbecker Platz in Essen
© Radio Essen/Kostas Mitsalis

Hamsterkäufe in Essen weiter auf Hochtouren

Schon am Dienstagmorgen haben wieder viele Essener die Zeit genutzt und die Supermärkte leer geräumt. Unser Stadtreporter Kostas Mitsalis war in vielen Supermärkten in Holsterhausen und Rüttenscheid. Dort war schon um kurz nach 9 Uhr unter anderem Klopapier, Küchentücher, Katzenstreu und Mehl komplett vergriffen. An dieser Stelle möchten wir noch mal auf die Worte der Bundesregierung verweisen: Es ist nicht nötig, sich riesige Vorräte anzulegen und Hamsterkäufe zu tätigen! Deutschland habe genug Waren und genug für alle! Denkt bitte auch an Eure Nachbarn und Mitmenschen, die auch noch etwas abhaben möchten. Das bringt uns alle am besten durch diese Zeit und Lage.

Schönes Wetter, aber weniger Essener unterwegs

Das Wetter war am Dienstag fantastisch, viel Sonne und angenehme Frühlingstemperaturen. Aber bei vielen Essenern schwirrt die Entscheidung im Kopf: Geh ich wirklich raus oder lieber nicht? Es wird empfohlen vom Land NRW, nur vor die Tür zu gehen, wenn es wirklich nötig ist, zum Einkaufen oder zur Arbeit. Langsam scheint es bei vielen anzukommen, an vielen Orten hat unser Stadtreporter schon gemerkt: Es ist leerer.

Das liegt aber auch daran, dass vieles eben geschlossen hat. An Freizeitaktivitäten ist nicht mehr viel zu unternehmen draußen. Auch viele Restaurants und Cafés haben zu. Zum Beispiel am Kennedyplatz die Bar Celona oder das Extrablatt, aber auch weiter Richtung Hauptbahnhof hängen Schilder an den Restaurants, wie dem Pfefferkorn. Die sagen: Aufgrund der aktuellen Lage geschlossen! An der Rüttenscheider Straße sah es am Morgen etwas anders aus. Da waren viele Cafés geöffnet und viele Essener saßen draußen beim Frühstück, drinnen saß allerdings kaum jemand.

IKEA in Essen aus Vorsicht vor Coronavirus geschlossen

Auch Möbelhäuser gehören zu den Einrichtungen, die nach dem Erlass des Landes NRW und der Weisung der Stadt Essen nur noch eingeschränkten Zutritt zulassen dürfen. IKEA in Essen hat sich jetzt aber schon entschlossen, komplett zu schließen. Auf einem Schild am Eingang heißt es: Die Gesundheit der Mitarbeiter und Kunden habe oberste Priorität. Deshalb sind alle IKEA in Deutschland bis auf Weiteres geschlossen.

Nicht alles in Essen hat zu

Noch ist aber nicht alles geschlossen in Essen. Unser Stadtreporter hat auch einige Ecken entdeckt, die offen haben, aber fast vergeblich auf Kunden warten. So sieht es aktuell bei den Einkaufszentren in Essen auf. Der Limbecker Platz hat zum Beispiel noch offen, aber mit Einschränkung. 700 Menschen dürfen gleichzeitig hinein. Viele Geschäfte und Cafés haben dort noch auf, aber unser Stadtreporter hat gesagt, viele Verkäufer stehen sich die Beine in den Bauch, es kamen den ganzen Tag kaum Kunden. Ein paar Besucher haben sich einen Saft oder Eis in den Cafés geholt, aber alles to-go. An den Tischen darf keiner mehr sitzen. Die sind in der Rathausgalerie zum Beispiel auch mit Absperrband umzäunt.

Bei manchen Restaurants hat sich dafür jetzt ein ganz anderer Trubel eingestellt. Die Restaurants, die Essen liefern, werden jetzt viel mehr von Lieferdiensten, wie Lieferando angefahren. Für unseren Stadtreporter sah das heute teilweise aus, wie in einer Ameisenkolonie. Im Minutentakt sind die Lieferanten bei Restaurants, wie dem Bürgerladen Hans im Glück am Kennedyplatz raus und rein spaziert.

Trotz Verbot, Spielplätze in Essen noch gut besucht

Das Land NRW hat auch heute am Dienstag noch mal betont, dass Spielplätze nicht aufgesucht werden sollten und diese geschlossen sind. Auf dem Bolzplatz in Rellinghausen oder den Spielplätzen in Rüttenscheid und Frohnhausen war am Dienstag noch viel los. Bei dem Wetter kein Wunder, aber nicht unbedingt die beste Idee, an solchen Plätzen wieder mit kleineren oder größeren Gruppen aufeinander zu treffen.

Weitere Maßnahmen gegen das Coronavirus in Essen

Das war erst mal nur der Eindruck an Tag 1 mit allen aktuellen Maßnahmen gegen das Coronavirus. Noch fährt die Ruhrbahn den gewohnten Takt, die Energie- und Wasser-Versorger sowie die Entsorgungsbetriebe arbeiten weiter und haben Notfallpläne und auch die Banken bleiben weitesgehend geöffnet. Jede einzelne Einrichtung konnte unser Stadtreporter an einem Tag natürlich nicht abfahren. Deshalb kann es sein, dass die ein oder andere Frage bei Euch noch offen bleibt.

Viele Meldungen und die aktuellen Entwicklungen rund um das Coronavirus in Essen könnt Ihr aber auch hier finden und nachlesen.

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