Corona in Essen: Versorger sehen sich gut vorbereitet

Essener Versorgungsbetriebe sehen sich auf einen Krisenfall gut vorbereitet. RWE und die Westnetz im Südviertel, die Stadtwerke Essen und auch die Entsorgungsbetriebe Essen sehen aktuell keine Service-Einschränkungen. Die Unternehmen bereiten sich mit verschiedenen Maßnahmen auf mögliche Ausfälle vor.

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Stadtwerke Essen schließen Kundencenter

Seit Montag (16.03.) sind Besuche im Stadtwerke-Kundenzentrum an der Rüttenscheider Straße und Hohenzollernstraße nicht mehr möglich. Die Stadtwerke bittet darum, den Telefonservice unter der (0201) / 800 - 1453 zu nutzen, oder sich für das Online-Kundenportal zu registrieren. Außerdem könnt Ihr Anliegen auch per Mail an die Stadtwerke schicken (kundenservice@stadtwerke-essen.de). Laut den Stadtwerken könnt Ihr dort alle Anliegen klären, auch Neuverträge oder einen Umzug.

Stadtwerke verschiebt Ablesungen oder Zähler-Tausch

Zähler-Wechsel zum Beispiel Gaszähler oder Wasseruhren werden im Moment nur im Notfall durchgeführt. Für die Kunden entsteht dadurch kein Nachteil, bestätigt die Stadtwerke auf Nachfrage. Die Zähler können im Einzelfall auch einige Monate länger genutzt werden, als angegeben. Sollte es zu Ausfällen bei den Mitarbeitern kommen, kann die Stadtwerke auf genügend Mitarbeiter aus anderen Bereichen zurückgreifen. "Unsere Mitarbeiter kennen sich sowohl bei der Gas- und Wasserinstallation aus, sowie beim Abwasserservice.", sagt ein Sprecher auf Nachfrage.


Entsorgungsunternehmen in Essen arbeitet an Krisenplan

Die EBE hat sich gemeinsam mit der Stadt Essen auf die Situation eingestellt und einen Pandemieplan erarbeitet. Er tritt ab Dienstag (17.03.) in Kraft. Für krankheitsbedingte Ausfälle oder Ausfälle aufgrund mangelnder Kinderbetreuung, steht der EBE eine Personalreserve zur Verfügung. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass Tonnen im Einzelfall nicht am dafür vorgesehenen Leerungstag geleert werden. Solche Ausfälle will die EBE schnellstmöglich nachholen. Die EBE bittet darum, die Telefonhotline nur in der Ausnahme anzurufen. Außerdem hat die EBE am Mittwochmittag entschieden, die Reyclingshöfe und Grünschnitt-Annahmestellen in Essen zu schließen. Es kamen einfach zu viele Menschen mit Gartenabfällen. Um Stoßzeiten in den Umkleiden zu verhindern, teilt die EBE ihre Schicht-Dienste und die Startzeiten auf. Die Mitarbeiter der Müllabfuhr starten ab 06:00 morgens, Sperrmüll und Schrottsammlung zum Beispiel um 08:00. Bei der Straßenreinigung beginnen die Dienst um 06:30 und um 07:30.

RWE aus Essen passt Betriebsabläufe an

Der Energieversorgungskonzern aus dem Südviertel hat seine Krisenorganisation aktiviert. Es finden regelmäßig Gespräche mit den Börden statt. Außerdem werden nach und nach die Betriebsabläufe angepasst. So soll der Betrieb aufrecht gehalten werden. Dafür werden Mitarbeiter-Teams getrennt und Schichten so aufgeteilt, dass sich die Gruppen nicht mehr treffen. Wer kann, arbeitet im Home Office. RWE hat außerdem die meisten Meetings abgesagt und auf den Toiletten hängen Regeln zum richtigen Händewaschen.

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