Corona in Essen: Diese Regeln gelten bei uns in der Stadt

Hier findet Ihr die aktuellen Coronaregeln für Essen. Sie gelten ab Samstag, den 04. Dezember. Unter anderem gilt 2G im Einzelhandel, Diskotheken und Clubs müssen schließen.

© Kostas Mitsalis/ Radio Essen

Neue Maßzahl und aktuelle Regeln für Essen und NRW

Der Bundesrat hat im September eine Gesetzesänderung verabschiedet, nachdem künftig die Hospitalisierungsrate ausschlaggebend sein soll für neue Corona-Maßnahmen. Das heißt, dass wichtig ist, wie viele Menschen mit oder wegen ihrer Corona-Infektion ins Krankenhaus kommen. Konkret ist im neuen Infektionsschutzgesetz vorgesehen, dass die Zahl der Krankenhauseinweisungen, aufgrund einer Corona-Erkrankung, je 100.000 Einwohner in sieben Tagen der wesentliche Maßstab wird. Außerdem sollen die Neuinfektionen, die verfügbaren intensivmedizinischen Kapazitäten sowie die Anzahl der Geimpften wichtige Indikatoren bleiben. Hier findet Ihr die aktuellen Maßnahmen aus der neuen Corona-Schutzverordnung.

Aktuelle Corona-Regeln: Das gilt in Essen

Die Stadt Essen richtet sich mit ihrer Corona-Schutzverordnung nach den Vorgaben des Landes NRW. Die gab es mit der neuen Schutzverordnung. Die neuen Corona-Regeln gelten ab Samstag (04. Dezember).

Das sind die neuen Regeln im Detail

  • Kontaktbeschränkungen: Nicht immunisierte Personen dürfen im öffentlichen und privaten Raum aus privaten Gründen mit anderen Personen nur nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen zusammentreffen: Innerhalb des eigenen Hausstandes ohne Personenbegrenzung (Ehegatten, Lebenspartnerinnen und Lebenspartner sowie Partner*innen einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft gelten als ein Hausstand, auch wenn sie keinen gemeinsamen Wohnsitz haben.) Über den eigenen Hausstand hinaus mit höchstens zwei Personen aus einem weiteren Hausstand, wobei Kinder bis einschließlich 13 Jahren hiervon ausgenommen sind. Ausnahmen gibt es unter anderem, wenn eine Begleitung minderjähriger oder schutzbedürftiger Personen zwingend erforderlich ist oder es sich um eine Veranstaltung unter 3G-Regeln handelt.
  • Feiern: Für private Zusammenkünfte (insbesondere Feiern) von immunisierten Personen im öffentlichen und privaten Raum gilt in Kreisen und kreisfreien Städten, in denen die 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen an drei Tagen hintereinander über dem Wert von 350 liegt, eine Beschränkung der Teilnehmerzahl auf höchstens 50 Personen in Innenräumen und 200 Personen im Freien. Die Beschränkung entfällt wieder, wenn in dem Kreis oder der kreisfreien Stadt an fünf aufeinander folgenden Tagen die 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen den Schwellenwert von 350 unterschreitet. Aktuell liegt die Inzidenz in Essen deutlich darunter.
  • 2G im Einzelhandel: Gilt für Geschäfte und Märkte mit Kundenverkehr. Ausnahmen: Lebensmittelhandel einschließlich der Direktvermarktung, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörakustiker, Tankstellen, Stellen des Zeitungsverkaufs, Buchhandlungen, Blumenfachgeschäfte, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte, Gartenmärkte und der Großhandel; Geschäfte mit einem Mischsortiment sind ebenfalls ausgenommen, sofern der Anteil von Waren aus den vorstehend ausgenommenen Bereichen in ihrem Sortiment überwiegt
  • 2G im Kulturbereich: Museen, Ausstellungen, Konzerte und sonstige Kulturveranstaltungen in Theatern, Kinos und sonstigen Kultureinrichtungen sowie außerhalb von Kultureinrichtungen. Dazu zählt auch die Stadtbibliothek Essen. Tierparks, Zoologische Gärten, Freizeitparks, Spielhallen, Schwimmbäder (unter Ausnahme der Nutzung durch Schulen, die sich nach den Regeln der Coronabetreuungsverordnung richtet), Wellnesseinrichtungen (Saunen, Thermen, Sonnenstudios und ähnliche Einrichtungen) und vergleichbare Freizeiteinrichtungen. Dazu zählen auch der Besuch von Sportveranstaltungen als Zuschauer:in, Weihnachtsmärkte, Volksfeste und vergleichbare Freizeitveranstaltungen, Messen und Kongresse, bei denen nicht die 3G-Regel gilt, Bildungsangebote, bei denen nicht die 3G-Regel gilt, sonstige Veranstaltungen und Einrichtungen zur Freizeitgestaltung im öffentlichen Raum, insbesondere in Bildungs-, Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen im Innen- und Außenbereich, Betriebskantinen, Schulmensen, Hochschulmensen und vergleichbare Einrichtungen bei der Nutzung durch Personen, die nicht unmittelbar dem Betrieb oder der Einrichtung angehören, wenn diese Nutzung sich nicht auf das bloße Abholen von Speisen und Getränken beschränkt, alle sonstigen gastronomischen Angebote, wenn die Nutzung sich nicht auf das bloße Abholen von Speisen und Getränken beschränkt, ausgenommen sind Kinderspielplätze. Ausgenommen von der 2G-Regel im Freizeit- und Kulturbereich sind Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 15 Jahren und Personen, die über ein entsprechendes ärztliches Attest verfügen.
  • 2G für körpernahe Dienstleistungen: Ausgenommen sind medizinische oder pflegerische Dienstleistungen und Friseurleistungen (hier gilt dann die 3G-Regel)
  • Aus für Clubs und Diskotheken: Der Betrieb von Clubs, Diskotheken und vergleichbaren Einrichtungen ist ab dem 04. Dezember untersagt.
  • 2G+ für Karneval und Bordelle: Geimpfte und Genesene, die zusätzlich einen negativen Schnelltest (nicht älter als 24 Stunden) oder einen PCR-Test (nicht älter als 48 Stunden) vorweisen können, erhalten damit Einlass zu Tanzveranstaltungen, wie Karnevalsveranstaltungen und vergleichbare Brauchtumsveranstaltungen mit Mitsingen, Schunkeln oder Tanzen in Innenräumen (ausgenommen sind Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre). Außerdem erhalten sie Einlass in Bordelle, Prostitutionsstätten, Swingerclubs und ähnliche Einrichtungen.
  • Zuschauerbegrenzungen: Bei Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Zuschauenden (Sportveranstaltungen, Konzerten, Musikfestivals und ähnlichem) darf die Auslastung bei höchstens 50 % der gesamten regulären Höchstkapazität oder oberhalb einer absoluten Zahl von 1.000 Zuschauenden die zusätzliche Auslastung bei höchstens 30 Prozent der über 1.000 Personen hinausgehenden regulären Höchstkapazität liegen. Insgesamt sind aber höchstens 5.000 Zuschauende in Innenräumen und 15.000 Zuschauende im Freien zulässig. Stehplätze dürfen nicht besetzt werden.
  • 3G am Arbeitsplatz: Wer im Büro oder generell am Arbeitsplatz arbeiten muss und nicht von zu Hause aus seinen Job erledigen kann, muss geimpft, genesen oder getestet sein. Der Test muss tagesaktuell sein (oder ein maximal 48 Stunden alter PCR Test). Betriebe sollen angewiesen werden, als Arbeitgeber verschärft 3G zu kontrollieren. Damit einhergehend sollte wohl auch möglichst viel aus dem Homeoffice gearbeitet werden.
  • Maskenpflicht: gilt weiterhin im ÖPNV, in Innenräumen, die auch Kunden und Besucherinnen zugänglich sind, im Freien bei Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen außer am festen Sitzplatz, in Außenbereichen, in denen die Maskenpflicht ausdrücklich angeordnet wird.

Noch mehr Details findet Ihr in der offiziellen Corona-Schutzverordnung vom Land NRW (Stand 03. Dezember 2021)

Hospitalisierung als neue Maßzahl bei Corona

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