Corona in Essen: Diese neuen Regeln gelten jetzt bei uns

Hier findet Ihr die aktuellen Corona-Regeln für Essen. Neu dazu kommen unter anderem Kontaktbeschränkungen, eine Testpflicht für den Sport und wieder Geisterspiele im Profifußball.

© Kostas Mitsalis/ Radio Essen

Corona in Essen: Diese Regeln gelten jetzt bei uns

Die Stadt Essen richtet sich nach den Vorgaben des Landes NRW. Die gab es mit der neuen Corona-Schutzverordnung. Ein Großteil der Regeländerungen galt bereits seit Freitag, 17. Dezember 2021. Am 28. Dezember 2021 traten weitere Regeln in Kraft. Sie gelten vorerst bis zum 12. Januar 2022. Dazu gehört 2G+ bei Indoor-Sportangeboten. Am 30.12. kamen dann noch Messeverbote und das Betriebsaus für Bordelle und Co. dazu. Am 7. Januar war eine weitere Bund-Länder-Konferenz. Die Beschlüsse daraus gelten ab 13. Januar.

Das sind die aktuellen Corona-Regeln im Detail

  • Kontaktbeschränkungen: Nicht immunisierte Personen (Ungeipmfte, nicht-genesene) dürfen sich mit dem eigenen Hausstand, darüber hinaus mit höchstens zwei Personen aus einem weiteren Hausstand treffen (Kinder bis einschließlich 13 Jahren sind davon ausgenommen). Ausnahmen gibt es unter anderem, wenn eine Begleitung minderjähriger oder schutzbedürftiger Personen zwingend erforderlich ist oder es sich um eine Veranstaltung unter 3G-Regeln handelt. Seit dem 28.12. gibt es auch weitere Kontaktbeschränkungen für immunisierte Personen. Private Treffen sind drinnen und draußen mit max. 10 Personen erlaubt, ohne Begrenzung der Anzahl der Hausstände.
  • 2G+ im Freizeitbereich: Bei der Sportausübung in Innenräumen (Fitnessstudio, Schwimmbad, etc.) müssen immunisierte Personen seit dem 28.12. zusätzlich einen negativen Schnelltestnachweis mit sich führen, der nicht älter als 24 Stunden sein darf (PCR-Test 48 Stunden). Ab dem 13. Januar gelten hier auch Geboosterte als getestet. Den Test könnt Ihr unter Aufsicht auch vor Ort machen.
  • 2G+ für Karneval und Bordelle: Geimpfte und Genesene, die zusätzlich einen negativen Schnelltest (nicht älter als 24 Stunden) oder einen PCR-Test (nicht älter als 48 Stunden) vorweisen können, erhalten damit Einlass zu Tanzveranstaltungen, wie Karnevalsveranstaltungen und vergleichbare Brauchtumsveranstaltungen mit Mitsingen, Schunkeln oder Tanzen in Innenräumen (ausgenommen sind Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre). Außerdem erhalten sie Einlass in Bordelle, Prostitutionsstätten, Swingerclubs und ähnliche Einrichtungen.
  • 2G im Einzelhandel: Gilt für Geschäfte und Märkte mit Kundenverkehr. Ausnahmen: Lebensmittelhandel einschließlich der Direktvermarktung, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörakustiker, Tankstellen, Stellen des Zeitungsverkaufs, Buchhandlungen, Blumenfachgeschäfte, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte, Gartenmärkte und der Großhandel; Geschäfte mit einem Mischsortiment sind ebenfalls ausgenommen, sofern der Anteil von Waren aus den vorstehend ausgenommenen Bereichen in ihrem Sortiment überwiegt
  • 2G im Kulturbereich: Museen, Ausstellungen, Konzerte und sonstige Kulturveranstaltungen in Theatern, Kinos und sonstigen Kultureinrichtungen sowie außerhalb von Kultureinrichtungen. Dazu zählen u.a. auch die Stadtbibliothek Essen, Tierparks, Zoologische Gärten und Freizeitparks. Ausgenommen von der 2G-Regel im Freizeit- und Kulturbereich sind Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 15 Jahren und Personen, die über ein entsprechendes ärztliches Attest verfügen.
  • 2G für körpernahe Dienstleistungen: Ausgenommen sind medizinische oder pflegerische Dienstleistungen und Friseurleistungen (hier gilt dann die 3G-Regel)
  • Überregionale Großveranstaltungen: Seit dem 28. Dezember dürfen überregionale Großveranstaltungen nur noch ohne Zuschauer stattfinden. Bei anderen Veranstaltungen gelten die 2G-Regel und eine Höchstanzahl von 750 Zuschauerinnen und Zuschauern.
  • Restaurants und Gastronomie: Bars und Restaurants können geöffnet bleiben, da gilt die 2G-Regel und Maskenpflicht (außer am Platz). Anders als bei privaten Treffen gilt da auch keine Personenbeschränkung.
  • Tests: Zum Beispiel in Fitnessstudios reichen auch Selbsttests, die vor Ort unter Kontrolle z.B. des Personals durchgeführt werden. Die könnt Ihr dann direkt beim Fitnessstudio oder Restaurant machen.
  • Aus für Clubs und Diskotheken: Der Betrieb von Clubs, Diskotheken und vergleichbaren Einrichtungen ist seit dem 04. Dezember untersagt.
  • Aus für Messen, Bordelle und Swingerclubs: Das Land NRW hat weitere Betriebsverbote beschlossen. Seit dem 30.12. ist der Betrieb von Swingerclubs sowie vergleichbare Angebote insbesondere von Bordellen und Prostitutionsstätten untersagt. Bis Ende Januar sind außerdem sogenannte Publikumsmessen und Veranstaltungen untersagt, wenn sie auf einen Besuch von gleichzeitig mehr als 750 Personen ausgerichtet sind.
  • 3G am Arbeitsplatz: Wer im Büro oder generell am Arbeitsplatz arbeiten muss und nicht von zu Hause aus seinen Job erledigen kann, muss geimpft, genesen oder getestet sein. Der Test muss tagesaktuell sein (oder ein maximal 48 Stunden alter PCR Test). Betriebe sollen angewiesen werden, als Arbeitgeber verschärft 3G zu kontrollieren. Damit einhergehend sollte wohl auch möglichst viel aus dem Homeoffice gearbeitet werden.
  • Maskenpflicht: Gilt weiterhin im ÖPNV, in Innenräumen, die auch Kunden und Besucherinnen zugänglich sind, im Freien bei Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen außer am festen Sitzplatz, in Außenbereichen, in denen die Maskenpflicht ausdrücklich angeordnet wird.
  • Quarantäne und Isolation: Wer sich mit Corona infiziert hat, muss nur noch für sieben Tage in Quarantäne. Mit einem negativen PCR- oder zertifizierten Antigenschnelltest könnt Ihr Euch nach der Zeit wieder "freitesten". Für Schülerinnen und Schüler sowie Kinder in den Angeboten der Kinderbetreuung kann die Quarantäne als Kontaktperson schon nach fünf Tagen beendet werden. Wenn die Corona-Infektion schon länger her ist, könnt Ihr Euch beim Gesundheitsamt der Stadt Essen melden.
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© Bundesregierung
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Noch mehr Details, zum Beispiel zu den Regeln in Schulen oder die Testpflicht für Kinder und Jugendliche in den Ferien findet Ihr in der offiziellen Corona-Schutzverordnung vom Land NRW.

Aktuelle Maßzahl und Regeln für Essen und NRW

Der Bundesrat hat im September eine Gesetzesänderung verabschiedet, nachdem die Hospitalisierungsrate ausschlaggebend ist für neue Corona-Maßnahmen. Das heißt, dass wichtig ist, wie viele Menschen mit oder wegen ihrer Corona-Infektion ins Krankenhaus kommen. Konkret ist im aktuellen Infektionsschutzgesetz vorgesehen, dass die Zahl der Krankenhauseinweisungen, aufgrund einer Corona-Erkrankung, je 100.000 Einwohner in sieben Tagen den wesentliche Maßstab bildet. Außerdem sind die Neuinfektionen, die verfügbaren intensivmedizinischen Kapazitäten sowie die Anzahl der Geimpften wichtige Indikatoren.

Die Corona-Regeln nach gewissen Stufen aufgrund der Hospitalisierungsrate könnt Ihr hier nachlesen.

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