Bundesgesundheitsminister Spahn im Essener Uniklinik

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn war heute im Essener Uniklinikum. Er hat sich dort über die sogenannte Holo-Medizin informiert. Die Technik arbeitet mit Hologrammen. Auch der Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen war dabei.

Gesundheitsminister Spahn im Uniklinikum Essen
© Radio Essen

Holo-Medizin: Was ist möglich?

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich Informationen zur sogenannten Holo-Medizin eingeholt. Unter anderem wollte er wissen, was mit dieser Technik möglich ist. Außerdem ist es auch um Herausforderungen gegangen. Dafür standen ihm und dem Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen Ärzte und Pioniere der Holo-Medizin für Fragen zur Verfügung.

Was ist Holo-Medizin?

Holo-Medizin funktioniert mit Hologrammen. Dabei werden unter anderem Patienteninformationen sowie CT-, MRT- oder Ultraschall-BIldschirme als Hologramm angezeigt. Das funktioniert mit einer speziellen Brille. Setzt der Arzt diese auf, sieht er die Informationen oder Bildschirme als Hologramm im echten Raum. Der echte Raum verändert sich dabei nicht. Für die Medizin bietet diese Technologie mehr Präzision. Außerdem können Ärzte berührungsfrei arbeiten und müssen sich nicht mehr vom Patienten abwenden.


Spahn lobt Uniklinik Essen

Der Gesundheitsminister zeigte sich beeindruckt von den Möglichkeiten der Technik. Schön sei, dass durch das neue Verfahren Ärzte üben können. Außerdem können Ärzte durch das Verfahren anschaulicher erklären, was während einer geplanten Operation passiert. Das macht es für Patientinnen und Patienten verständlicher. Die Uniklinik in Essen ist die erste, die das Verfahren anwendet. Auch das lobt der gebürtige Münsterländer: Die Uniklinik Essen trage dazu bei. den Standort Deutschland in medizinischer Hinsicht zum internationalen Vorreiter zu machen.

Thema Ärzte- und Pflegenotstand

Die anwesenden Gäste, Ärzte und Pflegekräfte, Journalisten und Reporter haben den Gesundheitsminister auch gefragt, was er zur aktuellen Situation in den Krankenhäusern sage. Viele beschwerten sich, dass noch immer zu wenige Pflegerinnen und Pfleger auf den Stationen arbeiten. Ein anwesender Arzt warnte, dass bald auch ein Ärztemangel in den Krankenhäusern drohe. Spahn sagte, er wolle sich darum kümmern, konkrete Maßnahmen blieb er den anwesenden aber schuldig.

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Weniger, aber speziellere Krankenhäuser

Ein weiterer Vorstoß von Jens Spahn war, dass es weniger Krankenhäuser geben soll. Die sollen sich aber besser auf bestimmte Bereiche spezialisieren. Es bringe mehr, wenn eine Klinik auf einen Fachbereich spezialisiert sei und bestimmte Operationen regelmäßig durchführe, so Spahn. Wenn ein Krankenhaus viele verschiedene Operationen durchführe, können häufiger Fehler passieren.

Gesundheitsminister Spahn im Uniklinikum Essen
Gesundheitsminister Spahn im Uniklinikum Essen© Radio Essen
Gesundheitsminister Spahn im Uniklinikum Essen
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