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Bettensteuer in Essen: Ab jetzt kosten Hotels mehr
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Bettensteuer in Essen: Ab jetzt kosten Hotels mehr

In Essen wird ab August die neue Beherbergungssteuer fällig. Alle, die in der Stadt übernachten, zahlen.. Die Hotelbesitzerinnen und Besitzer müssen die Steuer eintreiben. Das sorgt für Ärger.

Veröffentlicht: Freitag, 01.08.2025 04:28

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Hotels in Essen ärgern sich über viel Bürokratie bei der Bettensteuer

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Ab August müssen alle, die in der Stadt übernachten, eine neue Steuer zahlen. Der Rat der Stadt hat im Juni darüber entschieden. Das Geld braucht die Stadt, um Haushaltslöcher zu stopfen. Rund 3,5 Millionen Euro will die Stadt noch in diesem Jahr mit der Bettensteuer einnehmen. Auch Vermieter von Ferienwohnungen sollen die Steuer bezahlen. Die Stadt stellt deshalb drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neu ein.

Jetzt, in der Anfangszeit, sollen noch zusätzlich drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen. Die Hotelbetreiber müssen sich über ein Portal bei der Stadt anmelden. Das haben aber bis Ende Juli gerade mal ein Drittel der Betriebe getan. Insgesamt gibt es in Essen 99 Beherbergungsbetriebe, zählt die Stadt. Aber nur 33 von ihnen haben sich bis jetzt angemeldet.

Wer die Beherbergungssteuer nicht zahlt, muss mit deiner Geldbuße rechnen oder sogar mit einem Strafverfahren, erklärt die Stadt auf Radio Essen-Nachfrage. Die Hotels müssen sich selbst darum kümmern, dass die Steuer beim Gast richtig abgerechnet wird. Die Regelung ist aber kompliziert und sorgt in den Essener Hotels in Zukunft für viel Arbeit.

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Ärger in Essen über neue Bettensteuer - der Gast ist nicht begeistert

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In Essen gibt es also viel Arbeit und Ärger mit der neuen Bettensteuer für die Hotelbetriebe. Viele müssen den prozentualen Anteil mit der Hand ausrechnen. Dann ist die Steuer auch noch mit 9 Euro gedeckelt. Teurer soll es für die Gäste dann doch nicht werden. Da sich die Preise für Übernachtungen aber ständig ändern und auch bei einem Aufenthalt pro Nacht unterschiedlich sein können, muss da wirklich der Taschenrechner ran.

Viele Gäste werden das System wohl gar nicht richtig verstehen und viele Fragen dazu haben, wenn sie ihre Rechnung bekommen, fürchten die Hotelbetreiber. Das sorgt dann für lange Diskussionen an der Rezeption. Zudem kommt die Beherbergungssteuer auch recht plötzlich. Viele Hotels haben Buchungen, die vor Juni gemacht wurden. Auch hier werden die Gäste nicht glücklich sein, wenn sie plötzlich mehr zahlen müssen, erklärt Moritz Mintrop, Sprecher für die Hoteliers in Essen vom DEHOGA, im Interview mit Radio Essen-Moderatorin Anna Bartl.

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Das Mikro an schwarzem Stil mit rotem Schaumstoff-Ploppschutz mit dem Logo von Radio Essen drauf.
Bartl AnnaRadio Essen-Interview mit Moritz Mintrop
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