Wildgehege in Essen-Schonnebeck: Damwild geschossen - schon vor Weihnachten

Seit knapp sieben Monaten ist das Wildgehege in Essen-Schonnebeck bereits geschlossen. Wann und ob es überhaupt wieder öffnen wird, ist im Moment nicht klar. Der Förderverein hat mehrere Auflagen vom Veterinäramt bekommen, die er erfüllen muss, damit es in Zukunft dort weitergehen kann.

Rehe im Wildgehege im Heissiwald
© Till Schwachenwalde/Radio Essen

Damwild in Wildgehege Essen-Schonnebeck geschossen

Das Wildgehege Essen-Schonnebeck darf kein Damwild mehr halten und soll den Bestand auflösen. Die Stadt erklärte auf Anfrage von Radio Essen, dass das jetzt passiert sei, allerdings anders als gedacht. Teile des Damwilds sind demnach schon im Dezember geschossen worden. Das war noch vor Weihnachten, damit das Fleisch wie es heißt, "wirtschaftlich verwertet" werden kann. Heißt also: das Fleisch wurde verkauft. Nach Informationen von Radio Essen hätte es aber durchaus andere Unterbringungsmöglichkeiten für das Damwild gegeben. Der Förderverein hat sich aber wohl dagegen entschieden und einen Jäger damit beauftragt das Wild zu schießen.

Tiere aus Wildgehege Essen-Schonnebeck bei Facebook angeboten

Auf Facebook gibt es ein Posting, in dem ganz viele Tiere des Wildgeheges Schonnebeck zur Vermittlung angeboten werden: Die Tiere würden ein neues Zuhause suchen, darunter ein Esel, Kaninchen und auch Meerschweinchen. An den Tieren haben auch viele Essener Interesse und würden sie wohl übernehmen. Aber auch hier sagt der Verein offenbar jetzt, sie wollen die Tiere gar nicht loswerden. Ob der Verein sich nun auflösen will oder doch nicht, ist nicht klar. Gegenüber Radio Essen wollte die Vereinsvorsitzende keine Stellung zu unseren Fragen nehmen.

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