Essen: Mini-Mobil für Obdachlose macht Hoffnung

Lars aus Essen hat als Erster das Mini-Mobil für Obdachlose beziehen können. Nach zweieinhalb Jahren hat er damit wieder ein Dach über dem Kopf. Zwei Quadratmeter gehören ihm - unter anderem mit Waschmaschine, Toilette, Dusche und Bett. Sein neues Zuhause gibt ihm wieder Hoffnung.

© Zoi Tasovali/Radio Essen

Lars aus Essen hat wieder Hoffnung

Seit zweieinhalb Jahren ist Lars obdachlos. In den letzten Wochen hat der 45-Jährige auf einer Toilette übernachtet, jetzt gehören ihm zwei Quadratmeter mit Bett, Dusche, Toilette, Waschmaschine, Kühlschrank - alles zum ein- und ausklappen. Dass er jetzt darin wohnen kann, macht ihn glücklich und gibt ihm Hoffnung auf eine gute Zukunft, erzählt er im Radio Essen-Interview. Der Grund: Behördengänge kann er jetzt ganz anders machen. "Man läuft jetzt ohne Selbstbewusstsein rum, mit seinen vollbepackten Taschen - jetzt kann man sich darin duschen und frisch machen. Da geht man ganz anders zum Amt und tritt ganz anders auf."

Essens erstes Mini-Mobil für Obdachlose

Übernachtungsverbot in Essen

Ein Problem gibt es aber wohl noch: Lars darf mit dem Mobil nur auf privaten Flächen übernachten. Im öffentlichen Raum gilt in Essen ein Übernachtungsverbot, heißt es von der Stadt. "Wer gegen Lesshome ist, der müsste auch gegen jeden Bollerwagen, jeden Kinderwagen sein, macht Markus Pajonk von der Hilfsinitiative "Essen packt an!" klar. Falls Lars tatsächlich ein Knöllchen für illegales Übernachten bekommen sollte, dann werde das laut Markus Pajonk jurstisch geklärt werden müssen. Soweit soll es aber nicht kommen. Pajonk hofft, dass am Ende das soziale Gewissen bei den Stadt-Mitarbeitern siegen wird.

Unsere Radio Essen-Stadtreporterin durfte einen Blick ins Innere vom Mini-Mobil werfen

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