Wegen Corona: Verhungern Tauben in Essen?

Der Deutsche Tierschutzbund sorgt sich um Stadttauben. Weil wegen des Coronavirus kaum Menschen auf den Straßen sind, könnten die Tauben nicht mehr genug Futter bekommen. Eine Ärztin der Tierschutzklinik ist dagegen froh, wenn Stadttauben nicht mehr wild gefüttert werden.

© Larissa Schmitz / Radio Essen

Leere Innenstadt: Tauben könnten verhungern

Wegen des Coronavirus sind kaum Menschen in der Innenstadt Essen. Restaurants und Bars sind zu. Auch Einkaufsläden haben dicht. Wo weniger Menschen sind, wird auch weniger Essen fallen gelassen. Und das könnte die Stadttauben in Essen treffen. Der Deutsche Tierschutzbund sorgt sich, dass Stadttauben wegen der Corona-Leere verhungern könnten.

Taubenklinik Essen ist gegen wilde Fütterung von Tauben

Auf Radio Essen-Nachfrage sagt eine Ärztin aus der Taubenklinik in Essen-Katernberg aber, dass es gut ist, dass die Tauben jetzt nicht mehr wild gefüttert werden. Je mehr Menschen Tauben füttern, desto mehr kommen und können sich vermehren. Um die Taubenpopulation einzudämmen, gibt es eigentlich Taubenschläge, die die Tauben gezielt füttern und in denen Eier durch Gipsattrappen ersetzt werden. Das Konzept funktioniert aber nicht, wenn Menschen auf den Straßen weiter Tauben wild füttern, heißt es. Deshalb sei es ganz gut, wenn jetzt weniger bis kaum Essen unkontrolliert für Tauben abfällt, heißt es. Natürlich sei es schade, wenn Tauben dadurch sterben. "So ist aber nun mal die Natur", sagt Dr. Peuß von der Taubenklinik. Außerdem könnten Tauben sich schon andere Nahrung suchen und auch an andere Standorte kommen. Dr. Peuß: "Sie sind es nur nicht gewöhnt, weil Menschen sie immer wieder füttern."

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