Coronavirus in Essen: Helfer-Teams versorgen Essener Risiko-Gruppen

Der Coronavirus in Essen führt derzeit zu vielen Solidaritätsaktionen: Viele Essener haben sich zusammengeschlossen, um Risiko-Gruppen mit Lebensmitteln und anderen wichtigen Dingen zu versorgen. Die evangelische Kirche in Essen koordiniert die meisten der Aktionen und ruft Menschen aus einer Risiko-Gruppe dazu auf, sich zu melden.


Einkaufshilfen für Corona-Risikogruppen in Essen
© Radio Essen

Corona: Helfer-Teams in Essen

Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen gehören zur Risiko-Gruppe, bei denen eine Erkrankung mit dem Coronavirus tödlich verlaufen kann. Daher ruft das Robert-Koch-Institut diese Menschen dazu auf, zuhause zu bleiben und auch nicht einkaufen zu gehen. Doch es gibt viele Menschen, die niemanden in der Nähe habe, der sie mit lebensnotwendigen Dingen versorgt. Daher haben sich in mehreren evangelischen Gemeinden Helfer-Teams gebildet. Zum Beispiel in Holsterhausen, Kettwig, Kray und Steele. Das Ehrenamtsmanagement der evangelischen Kirche in Essen hat außerdem die Facebook-Gruppe HelferTeams für Essen gegründet, um die interessierten Helfer zueinander zu bringen und Informationen auszutauschen.

Das Ehrenamtsmanagement koordiniert auch die Einsätze und bringt Hilfsbedürftige und Helfer zusammen. Kontakt: Michael Druen (0176 5888 4702 bzw. 0201 2205 244).

Corona trifft Essen: Wir haben ein Helfer-Team begleitet

© Sven Christian Schulz / Radio Essen
Die Pfadfinderinnen Lena und Alex aus Bedingrade unterstützen Hilfsbedürftige.© Sven Christian Schulz / Radio Essen
Die Pfadfinderinnen Lena und Alex aus Bedingrade unterstützen Hilfsbedürftige.
© Sven Christian Schulz / Radio Essen

Coronavirus: Wie helfe ich richtig?

Die Stadt Essen erklärt im Gespräch mit Radio Essen: Helfer sollten keinen persönlichen Kontakt mit den Menschen aus der Risiko-Gruppe habe, um sie nicht versehentlich anzustecken. Die evangelische Kirche in Essen stellt den Helfern ein Video mit Hygiene-Hinweisen zur Verfügung. Darin erklärt die frühere Hygienebeauftragte des Uniklinikums, worauf die Helfer achten müssen. Außerdem werden die Helfer darüber aufgeklärt, einen Mindestabstand einzuhalten und persönlichen Kontakt zu vermeiden. Alle Helfer müssen außerdem den Hygieneleitfaden des Gesundheitsministeriums lesen und dies schriftlich bestätigen. Es gibt noch weitere Sicherheitsmaßnahmen, damit Betrüger die Not der Menschen nicht ausnutzen.

© Sven Christian Schulz / Radio Essen

Video der evangelischen Kirche Essen

Weitere Hilfsangebote in Essen

Neben der evangelische Kirche gibt es auch noch private Initiativen, von Supermärkten, Pflegediensten und Parteien. Hier eine Übersicht (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

  • Für ganz Essen: Michael Druen, Ehrenamtsmanager ev. Kirche (0176 5888 4702 bzw. 0201 2205 244)
  • Für ganz Essen: Ehrenamt Agentur e.V. (0201 839 149 0)
  • Für ganz Essen: Initiative Essen packt an (015120187787)
  • Für ganz Essen: Azubis des GOP (help@variete.de)
  • Pflegedienst Angelus: 0201-49027077 (Südviertel, Südostviertel, Rüttenscheid, Huttrop, Bergerhausen, Rellinghausen, Frohnhausen, Holsterhausen)
  • Edeka in Kray: 0201-598837
  • Jusos Essen (SPD): 0176-61658565 oder per E-Mail
  • FDP-Jugend: 0201-20608696
  • Pfadfinderstamm Asnide Holsterhausen (Kontakt)
  • Helfer Team in Überruhr (coronahilfe@kirche.ruhr - 0201 83997903 von Di bis Fr 10-12 Uhr)
  • Jugendhaus Auf der Höhe Kettwig (Kontakt)
  • Evangelische Kirchengemeinde Königssteele (Kontakt)
  • Evangelische Kirchengemeinde Kray (Kontakt)

Die angebotenen Tätigkeiten umfassen beispielsweise die Erledigung von Einkäufen im Supermarkt und in der Apotheke. Dieses Angebot richtet sich an Hilfsbedürftige aus den Risiko-Gruppen.

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