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Tuberkulose-Fall in Essen: So geht die Stadt jetzt vor
© Anna Bartl, Radio Essen
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Tuberkulose-Fall in Essen: So geht die Stadt jetzt vor

Nach einem Tuberkulose-Fall an einer Schule in Essen laufen jetzt die weiteren Schritte beim Gesundheitsamt. Dabei geht es unter anderem darum, mögliche Kontaktpersonen zu ermitteln und das Risiko einer Ansteckung einzuschätzen.

Veröffentlicht: Donnerstag, 25.06.2026 12:01

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Wo in Essen gibt es den Tuberkulose-Fall?

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Am Maria-Wächtler-Gymnasium in Rüttenscheid gibt es einen Tuberkulose-Fall. Das hat die Stadt Essen auf Radio Essen-Nachfrage bestätigt. Das Gesundheitsamt hat inzwischen das weitere Verfahren eingeleitet und prüft jetzt, welche Personen möglicherweise engeren Kontakt zur betroffenen Person hatten. Wie groß das Risiko für weitere Personen am Maria-Wächtler-Gymnasium tatsächlich ist, lässt sich laut der Stadt nicht pauschal sagen. Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle, zum Beispiel der genaue Befund, die Dauer des Kontakts oder der Gesundheitszustand der betroffenen Personen. Das Gesundheitsamt entscheidet deshalb im Einzelfall, welche weiteren Schritte notwendig sind.

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Wie geht es jetzt in Essen weiter?

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Nach Angaben der Stadt läuft bei einem gemeldeten Tuberkulose-Fall immer ein festes Verfahren an. Grundlage sind die Vorgaben des Robert-Koch-Instituts und des Deutschen Zentralkomitees zur Bekämpfung der Tuberkulose. Zunächst wird geprüft, ob es sich überhaupt um eine ansteckende Form der Lungentuberkulose handelt. Dafür werden je nach Fall auch weitere Untersuchungen wie Röntgenaufnahmen einbezogen.

Anschließend schaut das Gesundheitsamt, welche Personen als enge Kontaktpersonen infrage kommen. Dazu wird bewertet, wie nah und wie lange der Kontakt zur betroffenen Person war und ob überhaupt ein relevantes Infektionsrisiko besteht.

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Lässt sich Tuberkulose nicht einfach testen?

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Wenn ein Tuberkulose-Fall gemeldet wird, leitet das Gesundheitsamt eine sogenannte Umgebungsuntersuchung ein. Dabei geht es darum, mögliche Kontaktpersonen zu ermitteln und anschließend medizinisch zu begleiten. Ob das Gesundheitsamt dafür direkt an eine Schule kommt oder die Betroffenen ins Amt einlädt, wird laut Stadt von Fall zu Fall entschieden. Wichtig ist dabei: Die Untersuchungen finden nicht sofort statt. Nach Angaben der Stadt ist eine Testung erst nach etwa sechs bis acht Wochen sinnvoll. Erst nach diesem Zeitraum lassen sich mögliche Erreger zuverlässig nachweisen. Frühere Untersuchungen könnten falsch negative Ergebnisse liefern.

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Wie viele Tuberkulose-Fälle gibt es in Essen?

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Die Stadt Essen hat auf Nachfrage auch Zahlen zu Tuberkulose-Fällen in den vergangenen Jahren genannt. Demnach gab es in Essen 2023 insgesamt 43 registrierte Fälle, 2024 waren es 47 und im Jahr 2025 bisher 36. Deutschlandweit wurden im Jahr 2024 insgesamt 4.391 Tuberkulose-Fälle registriert. Laut Stadt zeigt sich damit sowohl bundesweit als auch in Essen zuletzt eher ein leichter Rückgang. Tuberkulose ist vor allem deshalb so gefährlich, weil sie eine ansteckende, oft spät erkannte Infektionskrankheit ist, die unbehandelt tödlich verläuft. 

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