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Hitzefrei an Schulen in Essen gefordert
© Dmitry Vereshchagin - Fotolia
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Hitzefrei an Schulen in Essen gefordert

An vielen Schulen in Essen ist es heiß in den Klassenräumen. Die Schülerinnen und Schüler können sich kaum konzentrieren und lernen. Jetzt gibt es auch eine Änderung für die Oberstufen.

Veröffentlicht: Mittwoch, 24.06.2026 13:32

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Wie lange sollen Schülerinnen und Schüler in Essen in den Klassenräumen sitzen?

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Für Essen und ganz NRW hat das NRW Schulministerium kurzfristig die Regeln bei Hitze in den Oberstufen geändert. An den weiterführenden Schulen können jetzt auch die Unterrichtsstunden für die Sekundarstufe II auf 30 Minuten verkürzt werden. Bisher konnten die Stunden an Grundschulen und für die Sekundarstufe I verkürzt werden. Die neue Regelung vom NRW Schulministerium gilt allerdings nur bis zum 31. Juli 2026. In den Schulen müssen jetzt die Stundenpläne angepasst werden und vieles muss neu organisiert werden. Die Schulen können außerdem für den Unterricht am Nachmittag "Hitzefrei" erteilen. Das gilt vor allem dann, wenn die Unterrichtsstunden durch den Kurzunterricht bereits in den Vormittag vorgezogen wurden. In Einzelfällen können Schülerinnen und Schüler bei Gefahr für ihre Gesundheit nach Hause geschickt werden. Das Schulministerium verweist außerdem darauf, dass die Bedingungen an den jeweiligen Schulen berücksichtigt werden sollten. Die meisten Schulgebäude sind nicht so gebaut worden, dass es dort während der Unterrichtszeit kühl ist.

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Welche Reaktionen gibt es an den Schulen in Essen zum Kurzunterricht?

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Am Gymnasium Nord-Ost im Nordviertel in Essen läuft diese Woche eine Projektwoche. Das bedeutet, die Schülerinnen und Schüler sind nicht im Unterricht und sind nur bis zum Mittag in der Schule. Hier sind in der Vergangenheit bei Hitze die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe am Mittag in die unteren, kühleren Räume umgezogen, erklärt die stellvertretende Schulleiterin Daniela Theißen auf Radio Essen-Nachfrage. Die Schule hat sogar bereits ein Konzept für die Kurzstunden erarbeitet. Lehrerinnen und Lehrer erfahren meist am Nachmittag vorher, ob sie Kurzstunden halten sollen und können sich so besser vorbereiten und überlegen, was sie im Unterricht weglassen können. Am Freitag zum Abschluss der Projektwoche gibt es Wassereis für die Schülerinnen und Schüler. Darum kümmern sich der Förderverein der Schule und die schuleigene Schülerfirma.

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Was fordern Schülerinnen und Schüler in Essen?

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In Essen hat ein Schüler eines Berufskollegs bereits eine Beschwerde beim Landtag NRW eingereicht. Er fordert, dass der Unterricht komplett ausfallen sollte und sagt, dass viele Mitschülerinnen und Mitschüler unter Kopfschmerzen, Schwindel, Migräne und Übelkeit leiden und sich krank melden. Er verweist außerdem auf das Arbeitsschutzgesetz, das Gesetz schreibt vor, dass Arbeitgeber bei Temperaturen ab 30 Grad bestimmte Schutzmaßnahmen ergreifen müssen wie Trinkwasser bereit stellen oder der Dresscode muss gelockert werden. Bei Temperaturen ab 35 Grad ist der Raum für normale Tätigkeiten ungeeignet. Einen Rechtsanspruch auf "Hitzefrei" haben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht. Die Arbeitgeber haben allerdings eine Fürsorgepflicht.

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