Trotz Corona: Umziehen in Essen weiter erlaubt

Essener können trotz Corona wie geplant umziehen. Das sagt die Stadt Essen auf Radio Essen-Nachfrage. Die Stadt bittet allerdings um Vorsichtsmaßnahmen, auch bei den Umzugsunternehmen in Essen.

In der Stadtteilfabrik könnt ihr unter Anleitung eure eigenen Möbel bauen.
© Radio Essen/Nora Dabringhaus

Corona: Umziehen trotz Kontaktverbot?

"Kann ich trotz Corona umziehen?" Diese Frage haben sich viele Essener in den letzten Tagen gestellt. Auch auf unseren Radio Essen-Kanälen wie WhatsApp, Facebook und Instagram erreichten uns ähnliche Fragen. Deshalb haben wir bei der Stadt Essen nachgefragt. Die sagt: "Die Essener können wie geplant umziehen." Die Einigung zwischen NRW und der Bundesregierung regelt Umzüge nicht konkret. Deshalb gilt weiter die Allgemeinverfügung der Stadt Essen, wonach Umzüge weiter erlaubt sind. Die Stadt rät aber zu Vorsicht: Essener, die umziehen, sollten keine Umzugsparties schmeißen, bei denen alle Helfer dann mit einem Bier auf der Straße anstoßen. Außerdem sollten sie auf genug Abstand zueinander achten, mindestens aber 1,5 Meter Abstand haben. Wer ein Bett trägt, macht das meist ohnehin schon. Zusammen im Transporter sitzen, wird dann aber schwierig. Deshalb sollten die Umzugshelfer sich auf mehrere Autos verteilen.

Kontaktverbot wegen Corona: Das war Eure Reaktion!

Am Sonntag (22. März) äußert sich Bundeskanzlerin Merkel zu weiteren Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Der zentrale Punkt, dem sich auch die NRW-Landesregierung anschließt: Ein Kontaktverbot. In NRW dürfen Menschen demnach nur noch zu zweit raus gehen. Es gibt Ausnahmen, darunter z.B. Familien, die gemeinsam in einem Haushalt leben. Das war Eure erste Reaktion auf das Kontaktverbot:

Umzugsunternehmen in Essen treffen Sicherheitsvorkehrungen

Die Umzugsunternehmen in Essen mussten in den vergangenen Tagen viele Kunden beruhigen. Sie hatten Sorge, dass Ihr Umzug wegen Corona ausfällt. Die Umzugsunternehmen arbeiten aber ganz normal weiter, sagt ein Mitarbeiter bei Nowka-Umzüge aus Essen-Altenessen. Allerdings haben die Firmen einige Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Bei Böing-Umzüge in Essen-Burgaltendorf dürfen zum Beispiel nur noch zwei Mitarbeiter in den Transportern mitfahren, die Anderen müssen mit dem Auto oder einem zweiten Transporter hinterherfahren. Außerdem geben die Mitarbeiter den Kunden nicht mehr die Hand und sollen generell möglichst wenig anfassen, z.B. Treppengeländer. Das gilt auch für die Mitarbeiter von Martzock-Umzüge aus Essen-Freisenbruch. Die Umzugsteams müssen sich dort auch in den Häusern aufteilen: Zwei Mitarbeiter arbeiten dann oben, die anderen Beiden unten. Allerdings ist das immer abhängig von der jeweiligen Situation. Vorabbesichtigungen macht das Unternehmen aktuell gar nicht mehr: Stattdessen sollen die Kunden Fotos oder Videos ihrer Wohnungen schicken, damit die Mitarbeiter wissen, was sie in den Wohnungen erwartet.

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