Trockenheit in Essen: Ruhr könnte bald noch weniger Wasser haben

Der Ruhrverband in Essen muss eigentlich immer für genug Wasser in der Ruhr sorgen. Die Talsperren werden aber immer leerer.

© Stadt Essen

Ruhrverband Essen: Talsperren der Ruhr immer leerer

Die Ruhr hier in Essen könnte bald noch weniger Wasser haben. Der Sommer - insbesondere der August - in diesem Jahr war der trockenste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor über 100 Jahren. Deswegen musste der Ruhrverband im Südviertel viel Wasser aus seinen Talsperren ablassen, damit die Ruhr nicht austrocknet. Der Verband muss immer für einen Mindestpegel der Ruhr sorgen, das steht in einem Gesetz des Landes. Mittlerweile sind die Talsperren nur noch zu knapp 70 Prozent gefüllt.

Ruhr: NRW lockert Regeln für Pegelstände

Deswegen hat das NRW-Umweltministerium jetzt den Mindestpegel der Ruhr gelockert. Ab Hattingen bis zur Ruhrmündung sollen am Tag nie weniger als zehn Kubikmeter Wasser pro Sekunde fließen. Vor der Änderung lag die Vorgabe noch bei 13 Kubikmeter pro Sekunde. So soll mehr Wasser in den Talsperren bleiben, falls die nächsten Monate ähnlich trocken bleiben wie die Sommermonate. Insgesamt könnte der Ruhrverband so 260.000 Kubikmeter Wasser sparen und in den Talsperren behalten. Die gelockerte Regel gilt erstmal bis zum 31. Oktober.

Mehr Nachrichten in Essen:

Weitere Meldungen

skyline