Stadt Essen impft wieder mit neuem Impfstoff

Die Stadt Essen nutzt wieder die neuen auf die Omikron-Varianten abgestimmten Impfstoffe. Die Impfungen damit waren im September erst einmal ausgesetzt worden. Zu viele Impfwillige mussten enttäuscht wieder gehen.

© Ingo Otto / WAZ FotoPool (Symbolbild)

Stadt Essen rechnet mit etwas mehr Nachfragen

Nach den ersten Erfahrungen mit dem neuen Corona-Impfstoff geht die Stadt Essen von einer leicht steigenden Nachfrage aus. Allerdings werden die Ärzte den Impfstoff nur an die Essenerinnen und Essener abgeben, für die die STIKO diesen auch empfiehlt. Das ist die zweite Booster-Impfung (vierte Impfung) für alle über 60 Jahre und ab fünf Jahren, wenn sie Vorerkrankungen haben. Das klären die Ärzte vor der Impfung genau ab. Die STIKO empfiehlt außerdem, dass eine Auffrischungsimpfung für alle gesunden Menschen unter 60 sowie die 5. Impfung ab 60 Jahre einer ausführlichen Anamnese bedarf, die der Hausarzt durchführen sollte. Deshalb wird die Stadt bei ihren Impfterminen diese Impfwilligen weiter abweisen. Beim letzten Impftermin am Samstag hat die Stadt knapp 60 Essenerinnen und Essener geimpft. 53 davon haben den neuen Impfstoff bekommen. Das waren so viele wie bei den letzten drei Impfterminen zusammen.

Neuer Impfstoff kommt in Essen zum Einsatz

In Essen nutzt die Stadt bei ihren Impfangeboten ab dieser Woche weiter den neuen Corona-Impfstoff für die Variante BA.1 und die Variante BA.4/5. Die Stadt Essen hatte die Empfehlung der Ständigen Impfkommission STIKO abgewartet. Die Empfehlung kam am Freitag und die Stadt hatte bereits alles vorbereitet, um ab Samstag den Impfstoff wieder einsetzen zu können. Vorher mussten viele Impfwillige enttäuscht wieder gehen. Sie hatten darauf gesetzt, dass sie beim Impftermin der Stadt den neuen angepassten Impfstoff bekommen können. Das hatte immer wieder zu längeren Beratungsgesprächen und Diskussionen mit den Impfärzten geführt.

Für den neuen Impfstoff fragen viele eher beim Hausarzt nach

Auch die Hausärzte impfen inzwischen mit dem neuen Impfstoff. Hier steigt die Nachfrage auch langsam an. Viele über 60jährige haben aber bereits schon eine vierte Impfung mit anderen Impfstoffen bekommen, sagt Marcus Reil der Sprecher des Hausärzteverbandes in Katernberg. In einer Hausarztpraxis in Holsterhausen wird der Impfstoff ebenfalls nachgefragt. Hier bekommen ihn die Patientinnen und Patienten, die eine dritte oder vierte Impfung wollen. Auch in einer Hausarztpraxis in Altenessen ist die Nachfrage nach dem Impfstoff groß. Die Hausärzte haben aktuell genügend Impfstoff vorrätig.

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