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Sorgen bei Ruderverein in Essen - wichtige Regatta wird verlegt
© S. Bonnermann
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Sorgen bei Ruderverein in Essen - wichtige Regatta wird verlegt

Im Baldeneysee in Essen wuchert gerade eine Wasserpflanze und sorgt für viel Ärger. Die Deutschen Juniorenmeisterschaften im Rudern können deshalb nicht auf dem Baldeneysee ausgetragen werden. Was heißt das für den Verein?

Veröffentlicht: Dienstag, 16.06.2026 12:45

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Ruder-Juniorenmeisterschaften in Essen müssen verschoben werden

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Beim Essener Ruder-Regattaverein bereiten sich alle seit Monaten auf die Deutschen Juniorenmeisterschaften vor. Jetzt ist die Stimmung eher düster, sagt der Vereinsvorsitzende André Ströttchen im Gespräch mit Radio Essen. Der Grund: Im Baldeneysee breitet sich seit Mitte Mai eine einheimische Wasserpflanze immer stärker aus. Der Ruhrverband und die Stadt Essen haben schon alle Mähboote im Einsatz und versuchen der Wasserpflanze Herr zu werden. Das ist allerdings schwierig, weil sie schneller wächst als die Mitarbeiter mit den Mähbooten hinterherkommen. Das Krause Laichkraut ist außerdem feiner als die schon bekannte Elodea und lässt sich schlechter abmähen, erklärt ein Sprecher des Ruhrverbandes. Deshalb werden die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften im Rudern 2026 nicht wie geplant auf dem Baldeneysee ausgetragen. Bei den Meisterschaften rudern die Junioren auf einer Strecke bis zu 2000m. Teile der Strecke sind aber so zugewuchert, dass die Sportlerinnen und Sportler keine fairen Bedingungen für einen Wettkampf und für die wichtige Qualifikation für die Nationalmannschaft haben. Deshalb hat der Deutsche Ruderverband (DRV) entschieden, die Meisterschaften in Krefeld auszutragen. Problematisch für den Verein war bereits die große Verzögerung beim Bau der neuen Regattatribüne. Damit hatte sich der Verein aber schon arrangiert.

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Was bedeutet in Essen die Verlegung der Ruder-Regatta für den Verein?

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Ausrichter der Meisterschaften bleibt weiter der Essener Ruder-Regattaverein mit Unterstützung des Crefelder Ruderclubs. Der neue Standort sorgt aber für viel mehr Arbeit und deutlich höhere Kosten bei den Essenern, sagt der Vereinsvorsitzende André Ströttchen im Gespräch mit Radio Essen. Normalerweise ist es so, dass die Einnahmen aus solchen Regatten die Ausgaben des Vereins decken. Was übrig bleibt, wird direkt wieder in den Verein investiert, zum Beispiel in neue Boote. Die Essener haben davon Anfang des Jahres drei neue Katamarane mit Motor für die Schiedsrichter angeschafft.

Jetzt fahren die Vereinsmitglieder täglich nach Krefeld und organisieren dort alles neu. Außerdem haben sie einen Busshuttle eingerichtet, damit die Helferinnen und Helfer nach Krefeld und zurückkommen. Viele Rudervereine haben auch schon Hotels in Essen gebucht und müssen die jetzt stornieren, sagt der Vereinsvorsitzende weiter. Er hofft, dass die Stadt und der Ruhrverband ein Konzept entwickeln, damit auch in Zukunft große, internationale Regatten auf dem Baldeneysee ausgetragen werden können. Alle im Verein haben viel Arbeit in die Vorbereitung gesteckt und haben hart daran gearbeitet, dass die Meisterschaften nach Essen kommen. Wenn aber weiter unsicher ist, ob die Bedingungen für solche Wettkämpfe auf dem Baldeneysee stimmen, dann werden sich Sportverbände überlegen, ob sie die Regatten nach Essen vergeben.

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