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Regattatribüne in Essen bleibt diese Saison eine Baustelle
© Anna Bartl, Radio Essen
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Regattatribüne in Essen bleibt diese Saison eine Baustelle

Nur langsam kommen in Essen die Arbeiten an der neuen Regattatribüne voran. Dieses Jahr müssen die Sportler noch mit wenig Platz klar kommen. So geht es am See weiter.

Veröffentlicht: Montag, 02.03.2026 11:20

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Wann wird in Essen die Regattatribüne am Baldeneysee fertig?

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Die Stadt Essen will die Arbeiten an der neuen Regattatribüne am Baldeneysee im Januar nächsten Jahres abschließen. Bis dahin bleibt ein Teil des Parkplatzes weiter gesperrt und sind auch Teile des Weges am See gesperrt. Wenn die Saison für Radfahrerinnen und Radfahrer, Spaziergängerinnen und Spaziergänger und für viele Sportlerinnen und Sportler beginnt, wird es immer noch eng sein und es sind Umwege nötig. Die Stadt will in den nächsten Monaten den Rohbau der neuen Tribüne fertigstellen. Danach werden die Betonfertigteile für die Sitzstufen eingebaut. Erst dann sollen die Toiletten und Abstellplätze für die Boote unter der Tribüne entstehen.

Der Neubau der Tribüne hat sich deutlich verzögert, weil im Untergrund Schadstoffe gefunden wurden und die erst abtransportiert werden mussten. Inzwischen laufen die Arbeiten aber wieder. Allerdings sind durch die Verzögerungen auch die Kosten auf rund 13,5 Millionen Euro gestiegen. Ursprünglich hatte die Stadt mit knapp 11 Millionen Euro geplant. Die Sportlerinnen und Sportler am See müssen sich diese Saison mit einer Zwischenlösung arrangieren.

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Was machen in Essen die Hochzeitspaare und die Weisse Flotte?

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In Essen ist die Baustelle direkt am See am Anleger Hügel auch für die Weisse Flotte eine Herausforderung. Aber der Geschäftsführer der Weissen Flotte, Boris Orlowski, versucht mit seinem Team das Beste draus zu machen. Natürlich bleiben viele Gäste nicht so lange am See wie früher. Die Trauungen hat die Weisse Flotte bereits letztes Jahr zum Anleger am Seaside Beach verlegt. Dort können die Paare und ihre Gäste besser einsteigen. Dort stört auch keine Baustelle das Bild. Eine Baumallee führt zur Anlegestelle, an der auch ein Pavillon steht. Jetzt hofft der Seemanager, dass 2027 die neue Tribüne richtig schön erstrahlt.

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Welche Sport-Events gibt es in Essen in diesem Jahr am See?

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Trotz Neubau der Regattatribüne in Essen am Baldeneysee werden dieses Jahr wieder mehrere große Sport-Events stattfinden. Die Ruderer richten die Deutschen Juniorenmeisterschaften U17 und U23 Ende Juni aus. Die Stadt will dann Teile der neu gebauten Tribüne schon freigeben und die anderen Teile der Tribüne und die Baustelle absichern. Insgesamt gibt es dann knapp 600 Sitzplätze und 450 Stehplätze für die Gäste. Das sind zu wenig, sagt Andre Strötchen, der die Rudermeisterschaften organisiert. Damit es dort nicht zu eng wird, verkaufen die Ruderer dieses Jahr Tickets. So haben sie es auch zur Corona-Zeit geregelt. Normalerweise kostet der Eintritt nichts.

Große Sorgen machen dem Organisator aber auch die Parkmöglichkeiten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen mehrmals täglich zum See zu ihren Rennen, dazu kommen die vielen Helferinnen und Helfer für die Regatta und natürlich auch Zuschauerinnen und Zuschauer.

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Wer kommt noch alles nach Essen zu den Regatten?

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Mit den Sorgen sind die Ruderer in Essen nicht allein. Die Kanuten richten dieses Jahr wieder die Internationale Frühjahrsregatta Mitte Mai und im Juli die Landesmeisterschaften aus. Sie haben schon im letzten Jahr in der Baustelle die Regatten durchgeführt. Es kommen aber weniger Teilnehmerinnen und Teilnehmer als sonst. Das macht dem Veranstalter Sorgen. Die Sportlerinnen und Sportler können auch nicht mit ihren Wohnmobilen kommen, weil zu wenig Platz ist. Zu den Regatten kommen auch Sportlerinnen und Sportler aus den Niederlanden, Belgien und Italien. Wenn ihnen die Situation nicht gefällt, dann kommen sie vielleicht nicht mehr wieder, sagt Jan Schäfer, der die Regatten organisiert.

Im Mai wird auch der Internationale Deutschland Cup im Kanu-Polo ausgetragen. Auch hier müssen die Veranstalter mit weniger Platz als gewohnt auskommen. Deshalb gehen auch weniger Mannschaften an den Start. Bei den Turnieren früher waren es schon mal 150 Mannschaften, dieses Jahr sind es nur 106 Teams aus insgesamt 18 Nationen. Die Sportlerinnen und Sportler kommen unter anderem aus Singapur, Taiwan und aus ganz Europa, erzählt Organisator Jürgen Konrad. Zumindest ein Spielfeld wird direkt vor der Tribüne platziert. Die anderen Spielfelder werden in Richtung Seaside Beach auf dem Wasser abgesteckt. Die Veranstalter sind enttäuscht, dass die Tribüne noch nicht fertig ist wie geplant. Ursprünglich sollte sie im ersten Quartal diesen Jahres fertig werden, also pünktlich zu den geplanten Regatten. Sie haben aber auch Verständnis, dass neu gebaut werden muss und freuen sich auf die neue Tribüne und die besseren Bedingungen.

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